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Neuerungen mit 1. Jänner 2019



Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen im Bereich der bäuerlichen Sozialversicherung.

... bei den Pensionen

Pensionserhöhung

Wie im letzten Jahr werden die Pensionen auch für das Jahr 2019 gestaffelt erhöht. Dies kommt vor allem Beziehern niedrigerer Pensionen zugute, die eine Erhöhung über der Inflationsrate erhalten. 

Die Pensionen werden ab 1. Jänner 2019 wie folgt erhöht: 

Gesamtpensionseinkommen* (monatlich) Erhöhung
Bis 1.115 Euro + 2,6 Prozent
über 1.115 Euro bis 1.500 Euro + 2,6 bis 2 Prozent (linear sinkend)
über 1.500 Euro bis 3.402 Euro + 2 Prozent
über 3.402 Euro
68 Euro

* Das Gesamtpensionseinkommen eines Pensionisten ist die Summe seiner Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, mit Ausnahme der Kinderzuschüsse, der Ausgleichszulage und des besonderen Steigerungsbetrages.  

Diese Erhöhungen betreffen Eigen- und Hinterbliebenenpensionen mit Stichtagen vor dem 1. Jänner 2018. Für Pensionen mit einem Stichtag im Jahr 2018 erfolgt die erstmalige Pensionsanpassung zum 1. Jänner 2020.

Hinterbliebenenpensionen (Witwen-, Witwer- und Waisenpensionen), die 2018 angefallen sind, werden mit Jahresbeginn 2019 erhöht, wenn die/der Verstorbene im Jahr 2017 bereits eine Pension bezogen hat.


Für bis 31. Dezember 1954 Geborene mit Pensionsanspruch nach dem „Altrecht“

Verlängerung Durchrechnungszeitraum 

Um zum Pensionsstichtag die Pensionshöhe zu berechnen, werden die Beitragsgrundlagen aus einem bestimmten Durchrechnungszeitraum herangezogen. Dabei werden immer die höchsten Beitragsgrundlagen berücksichtigt. 

Dieser Durchrechnungszeitraum verlängert sich schrittweise bis zum Jahr 2028 auf 40 Jahre (480 Monate). Bei einem Pensionsbeginn im Jahr 2018 werden die „besten“ 31 Jahre (372 Monate) für die Pensionsberechnung herangezogen.

Schutzdeckelregelung 

Für alle Pensionen, die ab dem Jahr 2004 zuerkannt werden, wird eine Vergleichsberechnung zwischen Pensionen nach alter und neuer Rechtslage durchgeführt. Dadurch werden Pensionsverluste durch die Pensionsreform 2003 prozentuell begrenzt (Schutzdeckelregelung). 

Dieser Prozentsatz wird bis zum Jahr 2024 jährlich angepasst und beträgt im Jahr 2019 8,75 Prozent. Das heißt, die Pensionshöhe muss zumindest 91,25 Prozent der Pension vor der Pensionsreform 2003 betragen.


... im Beitragswesen

Hauptfeststellung – erstmals Rückerstattung von Beiträgen

Die neuen Einheitswerte laut Hauptfeststellung 2014/15 gelten in der Sozialversicherung ab 1. April 2018 und wurden für einen Großteil der land(forst)wirtschaftlichen Betriebe bereits (teilweise) bei den Beitragsvorschreibungen berücksichtigt. Jene Betriebe, in welchen es durch die Hauptfeststellung zu deutlichen Beitragssteigerungen kommt, erhalten eine finanzielle Entlastung in Form von teilweisen Beitragsrückerstattungen. Dafür stehen jährlich 15 Millionen Euro zur Verfügung. Dies betrifft Betriebe, deren Einheitswert durch die Hauptfeststellung um mehr als 10 Prozent steigt und deren Gesamteinheitswert zum 1. April 2018 zwischen 4.500 Euro und 60.000 Euro liegt. Weitere Voraussetzung ist, dass weder eine reduzierte Beitragsgrundlage aufgrund einer Mehrfachversicherung noch eine Beitragsgrundlagenoption vorliegt.

Die Berechnung der Rückerstattung für die Jahre 2016 bis 2018 erfolgt erstmals bei der Beitragsvorschreibung für das vierte Quartal 2018 im Jänner 2019. Betriebe mit Anspruch auf Beitragsrückerstattung, deren Hauptfeststellungsdaten bereits zur Gänze erfasst wurden, erhalten im Jänner 2019 einen vorläufigen Teilbetrag. Für jene Betriebe, deren Daten im Jänner noch nicht vollständig erfasst sind, wird zu einem späteren Zeitpunkt – nach Feststellung ihres Rückerstattungsanspruchs – der entsprechende Betrag gutgeschrieben. Sobald die Anzahl der Betriebe mit Anspruch auf Rückerstattung endgültig feststeht, wird der verbleibende Restbetrag für die Jahre 2016 bis 2018 auf alle anspruchsberechtigten Betriebe aufgeteilt.


... in der Krankenversicherung

Mundhygiene für Kinder als Sachleistung

Die Sozialversicherungsanstalt der Bauern hat bisher für ihre Versicherten ab Vollendung des 12. Lebensjahres für die Mundhygiene einen Kostenzuschuss in Höhe von 35 Euro einmal pro Jahr gewährt. Zwischen dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger und der österreichischen Ärztekammer wurde vereinbart, dass die Mundhygiene als Sachleistung als neue Vertragsposition bei Vertragszahnärzten aufgenommen wird. Das bedeutet, dass Kinder und Jugendliche ab dem vollendeten 10. bis zum vollendeten 18. Lebensjahr Mundhygiene bei Vertragszahnärzten ohne private Aufzahlung einmal im Jahr in Anspruch nehmen können. Für Kinder und Jugendliche, die sich in einer laufenden kieferorthopädischen Behandlung mit festsitzenden Zahnspangen befinden, kann die Mundhygiene mit einem Abstand von mindestens sechs Monaten zweimal innerhalb eines Jahres verrechnet werden. Diese Leistungsverbesserung gilt seit 1. Juli 2018 und dazu wurde nun mit 1. Jänner 2019 in der Satzung der SVB eine Klarstellung getroffen. Versicherte ab Vollendung des 18. Lebensjahres erhalten wie bisher von der SVB einmal pro Jahr den Zuschuss von 35 Euro.


Zuletzt aktualisiert am 14. Januar 2019