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Voraussetzung


Ob ein "kleines" oder ein "großes" Versehrtengeldgebührt, ist vom Ausmaß der Minderung der Erwerbsfähigkeit, die nach einem Jahr zu erwarten ist abhängig. Die SVB prüft die gesetzlichen Voraussetzungen von Amts wegen, ohne dass der Versicherte einen Antrag stellen muss.

"kleines" Versehrtengeld

Es wird gewährt, wenn nach Ablauf eines Jahres nach dem Arbeitsunfall bzw. Beginn der Berufskrankheit noch eine Minderung der Erwerbsfähigkeit von zumindest 30 Prozent zu erwarten ist. Zusätzlich ist zu prüfen, ob der Einkommensentfall aufgrund des Arbeitsunfalls/der Berufskrankheit durch andere Leistungen der bäuerlichen Unfallversicherung - wie z.B. Teilersatz für Ersatzarbeitskräfte, berufliche Maßnahmen der Rehabilitation - kompensierbar ist.

Auch mittätigen Angehörigen kann ein Versehrtengeld gewährt werden, wenn kein Anspruch auf Arbeitsverdienst, Krankengeld aus der gesetzlichen Krankenversicherung oder Einkünfte aus land(forst)wirtschaftlichen Betrieben vorliegt.

"großes" Versehrtengeld (Schwerversehrtengeld)

Ist nach Ablauf eines Jahres nach dem Arbeitsunfall bzw. Beginn der Berufskrankheit eine Schwerversehrtheit (Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 50 Prozent) zu erwarten, so gebührt das Schwerversehrtengeld in Höhe von 60 Prozent der Bemessungsgrundlage.

Zur Info:
Das "große" Versehrtengeld wird nicht auf die Ausgleichszulage angerechnet!



Zuletzt aktualisiert am 12. März 2015