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Rezeptgebührenobergrenze



Für alle Personen, die Rezeptgebühren zu bezahlen haben, gibt es eine Obergrenze bis zu welcher Rezeptgebühr zu entrichten ist:
Rezeptgebühren müssen pro Kalenderjahr maximal im Ausmaß von zwei Prozent des persönlichen Jahresnettoeinkommens entrichtet werden.

Beim Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger wird für jeden Versicherten ein eigenes Rezeptgebührenkonto geführt. Sobald die summierten bezahlten Rezeptgebühren zwei Prozent des Jahresnettoeinkommens übersteigen, sind keine weiteren Rezeptgebühren im laufenden Kalenderjahr bis zum Jahresende mehr zu entrichten.

Das Erreichen der Obergrenze wird über das Stecken der e-card beim Arzt angezeigt. Der Arzt bringt dann auf dem Rezept - wie bei der Rezeptgebührenbefreiung - einen zweiten Stempel an, der dem Apotheker anzeigt, dass keine Rezeptgebühr einzuheben ist.

Wie viele Rezeptgebühren vom Versicherten bereits bezahlt wurden, ergibt sich laufend aus der Medikamentenabrechnung der SVB mit den öffentlichen Apotheken und Hausapotheken. Da die Abrechnung erst in dem der Abgabe folgenden Kalendermonat möglich ist, kann es vorkommen, dass Rezeptgebühren trotz Überschreitung der 2-Prozent-Grenze bezahlt werden. Diese zuviel bezahlten Beträge bleiben als Gutschrift bestehen und bewirken, dass die Obergrenze der zu bezahlenden Rezeptgebühren im nächsten Kalenderjahr bereits früher erreicht wird. Alternativ kann die Gutschrift auch rückgefordert werden.

Die Rezeptgebühren von dem/der mitversicherten Ehepartner/in bzw. eingetragenen Partner/in und den mitversicherten Kindern werden im Rezeptgebührenkonto des Versicherten berücksichtigt.

Zur Info
Die Rezeptgebührenobergrenzenregelung bezieht sich nur auf Rezeptgebühren, nicht auf sonstige Kostenanteile.

Diese müssen auch nach Erreichen der Obergrenze weiter bezahlt werden.


Nettoeinkommen

Als Nettoeinkommen gilt bei aktiven Versicherten 70 Prozent der Jahresbeitragsgrundlage in der Krankenversicherung, reduziert um bestimmte Abschläge.

Bei Pensionisten wird die im laufenden Kalenderjahr bezogene Nettopension ohne Sonderzahlungen mindestens aber der Ausgleichszulagen-Richtsatz ( EUR 933,06 ) zur Berechnung herangezogen. Demgemäß wird die Obergrenze nach 37 bezahlten Rezeptgebühren im Kalenderjahr erreicht. Frühestens ab dem 38. Medikament sind daher im Kalenderjahr keine Rezeptgebühren mehr zu entrichten. Bei höheren Einkommen und damit einer höheren Einkommensgrenze sind entsprechend mehr Rezeptgebühren bis zur Obergrenze zu bezahlen.  

Wichtig
  • Ein separater Antrag zur Berücksichtigung der Rezeptgebührenobergrenze ist nicht erforderlich. Die Obergrenze wird automatisch errechnet. Eine allfällige Befreiung wird dem Arzt beim Stecken der e-card angezeigt.
  • Fragen zur Rezeptgebührenbefreiung richten Sie bitte an unser Kompetenzzentrum unter der Nummer +43 (316)343 - DW 8590

Darüber hinaus können Sie über das Online-Service-Portal MeineSV Ihr Rezeptgebührenkonto einsehen.

Zusätzliche Informationen zum Thema erhalten Sie auch im Folder "Rezeptgebührenobergrenze" (klicken Sie rechts unter "Mehr zum Thema - Folder") 

Zuletzt aktualisiert am 09. Januar 2019