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Weiterversicherung für pflegende Angehörige



Personen, die aus der Pflichtversicherung ausgeschieden sind, um einen nahen Angehörigen mit Pflegegeld zumindest in Höhe der Stufe 3 zu pflegen, können sich in der Pensionsversicherung freiwillig weiterversichern lassen. Die Beiträge werden in diesem Fall zur Gänze aus Mitteln des Bundes getragen.


Zu beachten ist, dass diese Weiterversicherung in der Pensionsversicherung pro Pflegefall nur für eine Person in Betracht kommt.

Die Weiterversicherung muss beantragt werden! Die Antragstellung kann maximal rückwirkend für ein Jahr erfolgen, frühestens jedoch mit Zuerkennung der Pflegegeldstufe 3 bzw. Aufnahme der Pflege.


Nachweise zur Gewährung einer Weiterversicherung für pflegende Angehörige:
  • Nachweis über den Bezug von Pflegegeld ab der Stufe 3
  • Erklärung darüber, dass die bisherige, pensionsversicherte Erwerbstätigkeit, nur für die Pflege des nahen Angehörigen aufgegeben wurde
  • Erklärung, dass der nahe Angehörige unter gänzlicher Beanspruchung der Arbeitskraft in häuslicher Umgebung gepflegt wird
  • Nachweis der Angehörigeneigenschaft zum Pflegebedürftigen und so weit vorhanden Vorlage diesbezüglicher Unterlagen


Zu den nahen Angehörigen zählen:
  • der Ehepartner
  • Personen, die mit der pflegebedürftigen Person in gerader Linie (zB Eltern, Kinder) oder bis zum vierten Grad der Seitenlinie verwandt oder verschwägert sind
  • Wahl-, Stief- und Pflegekinder
  • Wahl-, Stief- und Pflegeeltern
  • nicht verwandte Personen, die mit der pflegebedürftigen Person in außerehelicher Gemeinschaft leben. Die außereheliche Verwandtschaft ist der ehelichen Verwandtschaft gleichgestellt

Zuletzt aktualisiert am 09. Januar 2017