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Franz Hiller ist neuer stellvertretender Vorsitzender des SVB-Beirats


Die Mitglieder des Beirates der Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) haben in der vierten Arbeitssitzung der aktuellen Funktionsperiode am 4. Juli 2018 LAbg. a.D. Franz Hiller aus Niederösterreich einstimmig zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden des SVB-Beirats gewählt. Er folgt somit LAbg. a.D. ÖKR Monika Lugmayr nach und kehrt nach elf Jahren wieder in die SVB zurück.

 

Gleich zu Beginn bedankten sich der Vorsitzende des SVB-Beirats, Abg.z.NR a.D. ÖKR Georg Schwarzenberger, und die SVB-Obfrau, Vizepräs. ÖKR Theresia Meier, bei der langjährigen Wegbegleiterin LAbg. a.D. ÖKR Monika Lugmayr für das große Engagement und hießen ihren Nachfolger, LAbg. a.D. Franz Hiller im Beirat herzlich willkommen.

 

Vors.-Stv. LAbg. a.D. Franz Hiller kommt aus Hanfthal, einem kleinen Ort im nördlichen Weinviertel, ist verheiratet und Vater von sechs Kindern. Er war 28 Jahre lang als Abgeordneter zum Niederösterreichischen Landtag tätig und nahm sich agrarpolitischer Themen an. In der Zeit von 1988 bis 2007 war er Mitglied des SVB-Landesstellenausschusses bzw. ab 2001 des regionalen Leistungsausschusses NÖ/Wien und immer sehr mit seinen bäuerlichen BerufskollegInnen verbunden. Nach elf Jahren kehrt er nun als Vertreter der Pensionisten in die SVB zurück und wird sich jetzt, wie damals, tatkräftig für die Bäuerinnen und Bauern einsetzen. Franz Hiller wird künftig die Interessen des Beirates auch im regionalen Leistungsausschuss NÖ/Wien der SVB sowie im Beirat des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger vertreten.

 

LAbg. a.D. ÖKR Monika Lugmayr legte aus persönlichen Gründen ihr Amt als stellvertretende Vorsitzende im SVB-Beirat zurück – welches sie seit 2008 zehn Jahre lang inne hatte. ÖKR Lugmayr setzte sich Jahrzehnte als Abgeordnete zum Niederösterreichischen Landtag, als Landesbäuerin und als Landeskammerrätin vor allem für die Durchsetzung der sozialpolitischen Besserstellung der Bäuerinnen ein. Durch ihre Unterstützung konnte die heute als selbstverständlich angesehene Bäuerinnenpension eingeführt werden, die seit 16 Jahren besteht.

 

Zentrale inhaltliche Themen bei der Beiratssitzung waren die Strukturreform der Sozialversicherungsträger und die damit verbundene Schaffung eines neuen Sozialversicherungsträgers der Selbstständigen sowie die Umsetzung der Einheitswert-Hauptfeststellung in der SVB mit der Beitragsvorschreibung für das 2. Quartal 2018.

In Hinblick auf einen neuen gemeinsamen Versicherungsträger für Bauern und Gewerbetreibende wurde von den Mitgliedern des Beirats insbesondere die Sicherstellung einer umfassenden Betreuung, Beratung und Information der Versicherten hervorgehoben. Auch darf es keine fusionsbedingten Leistungsverschlechterungen geben und berufsspezifische Bedürfnisse müssen auch künftig berücksichtigt werden.

 

Weiters informierte Vorsitzender ÖKR Schwarzenberger in seinem Bericht über die Möglichkeiten einer freiwilligen Versicherung für pflegende Angehörige. Gerade im bäuerlichen Bereich kümmern sich besonders oft Angehörige um ihre pflegebedürftigen Familienmitglieder. Für diese pflegenden Angehörigen ist es wichtig, dass sie einen ausreichenden Versicherungsschutz haben und auch für ihre spätere Pension vorsorgen. Hierfür gibt es die freiwilligen Versicherungsmöglichkeiten, wie die Selbstversicherung oder die Weiterversicherung in der Pensionsversicherung für pflegende Angehörige, die sich positiv auf die spätere Pension auswirken. Der Versicherte selbst muss dafür keine Beiträge leisten, diese übernimmt der Bund. Im landwirtschaftlichen Bereich gibt es insgesamt rund 19.000 PflegegeldbezieherInnen ab der Stufe 3, aber nur etwa 1.190 Pflegende, die eine freiwillige Versicherung abgeschlossen haben. Schwarzenberger appellierte an die pflegenden Angehörigen, sich über diese Möglichkeiten und die Anspruchsvoraussetzungen bei einem der SVB-Sprechtage, die österreichweit in den Bauernkammern angeboten werden, zu informieren.

Zuletzt aktualisiert am 06. Juli 2018