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Ihr Weg zur Pension


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Antragstellung

Eine Pension muss beantragt werden. Für die Eigen- bzw. Hinterbliebenenpension(en) sind unterschiedliche Antragsformulare vorgesehen.

Auch ein formloses Schreiben wird als Antrag gewertet. Pensionsanträge können bei allen Sozialversicherungsträgern, beim Magistrat, den Bezirkshauptmannschaften sowie den Gemeindeämtern gestellt werden.

Wird der Antrag bei einer Gemeinde gestellt, ist er von dieser unverzüglich an einen Sozialversicherungsträger weiterzuleiten .

Liegen zwischen der Antragstellungbei der Gemeinde und dem Einlangen bei einem Versicherungsträger nicht mehr als zwei Monate , gilt als Tag der Antragstellung der Tag der Einlangens bei der Gemeinde.

Sämtliche Anträge sind gebührenfrei . Gleiches gilt für alle Dokumente, die zur Vorlage bei Sozialversicherungsträgern ausgestellt werden.

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Stichtag

Zu diesem Tag wird festgestellt, 

  • welcher Versicherungsträger die Leistung zu erbringen hat,
  • ob der Versicherungsfall eingetreten ist und die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind sowie
  • die Ermittlung der Leistungshöhe.

Es handelt sich dabei immer um einen Monatsersten.


Der Stichtag ist
  • bei den Hinterbliebenenpensionen der Todestag der/des Versicherten, wenn er auf einen Monatsersten fällt, ansonsten der nächstfolgende Monatserste.

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Zuständigkeit

Für die Leistungserbringung ist jener Pensionsversicherungsträger zuständig, bei dem in den letzten 15 Jahren vor dem Stichtag die meisten Versicherungsmonate erworben wurden.

Sollten in den letzten 15 Jahren keine Versicherungsmonate vorliegen, ist jener Träger zuständig, bei dem der letzte Versicherungsmonat erworben wurde. Gleiches gilt bei Vorliegen einer gleichen Anzahl von Versicherungsmonaten in mehreren Pensionsversicherungen.


Folgende Träger sind für die Leistungserbringung im Rahmen der Pensionsversicherung zuständig:

ASVG Pensionsversicherungsanstalt
Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau
GSVG Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft
BSVG Sozialversicherungsanstalt der Bauern


Über den Pensionsantrag entscheidet der Versicherungsträger mit Bescheid.

Die Leistungen der Rehabilitation und Gesundheitsvorsorge erbringt jener Pensionsversicherungsträger, bei dem der Versicherte zuletzt versichert war.

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Pensionsbeginn

Eigenpensionen gebühren im Regelfall ab dem Stichtag.

Für den Anfall einer krankheitsbedingten Pension ist zusätzlich die Aufgabe der die Pflichtversicherungs begründeten Erwerbstätigkeit erforderlich (Ausnahme: Bezug von Pflegegeldder Stufe 3). Abhängig von der Aufgabe der Tätigkeit kann die Leistung daher auch untermonatig anfallen.

Beispiel

Eintritt des
Versicherungsfalles

Stichtag Aufgabe der
Beschäftigung
Pensionsbeginn
15.08. 01.09. 31.08. 01.09.
15.08 01.09. 15.09. 16.09.



Hinterbliebenenpensionen gebühren ab dem auf den Todestag folgenden Tag (bei einer Antragstellung innerhalb von 6 Monaten nach dem Tod des Versicherten), ansonsten ab dem Antragstag.

Beispiel
Eintritt des
Versicherungsfalles
Antragstellung Pensionsbeginn
15.11. 02.12. 16.11.
15.11. 17.08. 17.08.



Wenn der/die Verstorbene über den 31.12.1996 hinaus eine Pension bezogen hat, beginnt die Hinterbliebenenpension frühestens ab dem Monatsersten nach dem Todestag.

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Pensionsauszahlung

Die Pensionsleistung samt eventuell gebührende Ausgleichszulage und Kinderzuschuss werden monatlich im Nachhinein - spätestens am Ersten des Folgemonates - auf ein Pensionskonto überwiesen.

Zu den Pensionen im April und Oktober gebührt jeweils eine Sonderzahlung.
Die erstmalige Sonderzahlung gebührt anteilsmäßig, wenn im jeweiligen Sonderzahlungsmonat und in den unmittelbar vorangehenden fünf Monaten kein durchgehender Pensionsbezug vorliegt. Dabei vermindert sich die Höhe der Sonderzahlung je Kalendermonat ohne Pensionsbezug um ein Sechstel.

Geben Sie bereits mit Ihrem Pensionsantrag Ihre Kontonummer für die Überweisung der Pension bekannt. Eine Barauszahlung der Pension per Post erfolgt nur auf ausdrücklichen Wunsch.

Beachten Sie die Vorteile eines Kontos:
  • Zinsertrag ab dem ersten Tag der Auszahlung
  • Pension ist vor Diebstahl sicher

Nachstehend finden Sie nähere Informationen über Ihren Pensionsauszahlungsbeleg:

linkPensionsauszahlungsbeleg (67.8 KB)

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Pensionsteilung

Ehegatt/innen bzw. hinterbliebene eingetragene Partner/innen von Bauernpensionisten haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf die Hälfte der Pension der Ehepartnerin/des Ehepartners bzw. der eingetragenen Partnerin/des eingetragenen Partners. Die getrennte Auszahlung erfolgt jedoch nicht automatisch, sondern nur auf Antrag eines der beiden Ehepartner bzw. eingetragenen Partner.

Voraussetzungen für eine Pensionsteilung sind, dass die Ehegattin/der Ehegatte bzw. die/der eingetragene Partner/in
  • nicht erwerbstätig und pensionsversichert ist bzw. keine eigene Pension bezieht und
  • den land(forst)wirtschaftlichen Betrieb mit der Ehegattin/dem Ehegatten bzw. der/dem eingetragenen Partner/in gemeinsam geführt hat oder im Betrieb hauptberuflich beschäftiggt war.


Geteilt wird die um die gesetzlichen Abzüge verminderte Pension (Nettopension) samt Ausgleichszulage und Kinderzuschuss.

Ein eventuell gebührendes Pflegegeld wird allerdings nur an den Pflegebedürftigen selbst oder an den gesetzlichen Vertreter ausbezahlt.

Zuletzt aktualisiert am 09. Juni 2015