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Ausgleichszulage



Die Ausgleichszulage soll jeder/jedem Pensionsbezieher/in - mit rechtmäßigem, gewöhnlichem Aufenthalt im Inland - unter Bedachtnahme auf die jeweiligen Familien- und Einkommensverhältnisse ein Mindesteinkommen sichern. Eine gesetzliche "Mindestpension" gibt es in Österreich nicht!

Wenn das Gesamteinkommen (Bruttopension, sonstige Nettoeinkünfte und eventuelle Unterhaltsansprüche) einen bestimmten Betrag - den so genannten Richtsatz - nicht erreicht, gebührt über Antrag die Differenz als Ausgleichszulage.

Höhe der Ausgleichzulagenrichtsätze
Personenkreis Betrag
Alleinstehende Pensionsbezieher/innen*),
Witwen(Witwer), hinterbliebene eingetragene Partner/innen
EUR 889,84
Alleinstehende Pensionisten*), die mindestens 360 Beitragsmonate der Pflichtversicherung auf Grund einer Erwerbstätigkeit erworben habenEUR 1.000,00
Ehepaare **) im gemeinsamen
Haushalt *)
EUR 1.334,17
Halbwaisen bis 24 Jahre EUR 327,29
Halbwaisen über 24 Jahre EUR 581,60 
Vollwaisen bis 24 Jahre EUR 491,43
Vollwaisen über 24 Jahre EUR 889,84


*) Diese Richtsätze erhöhen sich für jedes Kind, für das Anspruch auf Kinderzuschuss besteht und dessen monatliches Einkommen unter EUR 327,29 liegt, um EUR 137,30.

**) gilt auch für gleichgeschlechtliche Paare in einer eingetragenen Partnerschaft

Berücksichtigung eines fiktiven Ausgedinges


Wird ein land(forst)wirtschaftlicher Betrieb übergeben, verkauft, verpachtet oder auf andere Weise zur Bewirtschaftung überlassen, werden für die Berechnung der Ausgleichszulage nicht die tatsächlich erzielten Einkünfte (Ausgedinge, Verkaufspreis, Pachtzins, ...), sondern auch ein Pauschalbetrag , das so genannte "fiktive Ausgedinge" angerechnet.

Die Höhe dieses Pauschalbetrages orientiert sich am Einheitswert des land(forst)wirtschaftlichen Betriebes, ist aber nach oben hin begrenzt.


Wurde die Bewirtschaftung eines land(forst)wirtschaftlichen Betriebes innerhalb von zehn Jahren vor dem Stichtag aufgegeben, sind unabhängig von der tatsächlichen ausbedungenen Leistung im

 2017 Jahr maximal 13 Prozent des Einzel- bzw- Familienrichtsatzes als monatliches Einkommen anzurechnen.

Diese Höchstgrenze ist
  • bei Ehegatten bei einer Bewirtschaftung eines Einheitswertes von EUR 5.600 und mehr,
  • bei alleinstehenden Personen bei einer Bewirtschaftung eines Einheitswertes von EUR 3.900 und mehr

erreicht.

Bei einem geringeren Einheitswert ist auch die Anrechnung des fiktiven Ausgedinges entsprechend zu verringern.

Zuletzt aktualisiert am 12. März 2015