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Meldepflicht


Kommt es zu einem Arbeitsunfall oder liegt eine Berufskrankheit vor, muss die Unfallversicherung möglichst rasch davon erfahren. Denn nur dann kann sie ihre Aufgabe wirksam erfüllen.

Zwar wird die bäuerliche Unfallversicherung im Gegensatz zur Kranken- und Pensionsversicherung von Amts wegen (von sich aus) tätig - ein Antrag ist nur für bestimmte Leistungen notwendig - doch enthebt dies die Betriebsführer/den Betriebsführer nicht von deren/dessen Meldepflicht. Der Arbeitsunfall oder die Berufskrankheit kann auch von Angehörigen, vom Arzt oder Krankenhaus gemeldet werden.

Das Gesetz verpflichtet zu einer Meldung eines Arbeitsunfalles bzw. einer Berufskrankheit binnen fünf Tagen.

Verspätete Meldung

Das Unterlassen einer Meldung führt nicht dazu, dass ein Unfallereignis bzw. eine Krankheit nicht mehr als Arbeitsunfall bzw. Berufskrankheit anzuerkennen ist. Allerdings fallen Leistungen aus der Unfallversicherung erst mit dem Tag der späteren Antragstellung bzw. mit der Einleitung des Verfahrens an, wenn die Meldung nicht innerhalb von zwei Jahren nach dem Eintritt des Versicherungsfalles erfolgt ist.

Zuletzt aktualisiert am 12. März 2015