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Arbeitsmedizinische Woche


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Ziel 

Arbeitsmedizinische Woche Ziel der Arbeitsmedizinischen Wochen ist, den teilnehmenden Bäuerinnen und Bauern die Belastungen bei der Arbeit am Hof bewusst zu machen, diese zu reduzieren oder überhaupt zu vermeiden. Unter dem Motto "Bewusst bewegt am Bauernhof" werden richtige Arbeitshaltungen, Arbeitsabläufe und das optimale Arbeits- und Erholungsmanagement eingeübt, damit die Arbeit mit mehr Lebensqualität gesund und sicher erledigt werden kann.


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Aufenthaltsorte


Die Arbeitsmedizinischen Wochen finden in den eigenen Gesundheitseinrichtungen der SVB statt:
  • Klinikum Bad Hall
  • Klinikum am Kurpark Baden
  • Klinikum Bad Gleichenberg
  • Klinikum Bad Gastein
  • Klinikum Schallerbacherhof

        

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Programmschwerpunkte


Schwerpunkte bei den Arbeitsmedizinischen Wochen sind

  • Allgemeine medizinische Untersuchungen:
    EKG, Ergometrie, Lungenfunktion, Lungenröntgen, Routine-Laborbestimmungen (zB Blutbild, Blutzucker, Cholesterin, usw.)
  • Arbeitsmedizinische Untersuchung
  • Allergietestung (Stäube)
  • Seh- und Hörtest
  • "Bewußt bewegt am Bauernhof" - Ergonomietraining
  • Ausdauertraining
  • Betriebsbegehung mit einer praktischen Belastungsanalyse und Aspekten der Arbeitssicherheit
  • Vortrag über Arbeitsorganisation
  • Information und Demonstration über Auswirkungen von Vibrationen
  • Arbeitsschutzdemonstration und -information
  • Vorträge über Haut, Hygiene und Belastungen für die Atemwege
  • Rahmen- und Sportprogramm (zB Wanderungen, Schwimmen)
  • Gemeinsames Erleben und Erfahrungsaustausch mit anderen Bäuerinnen und Bauern

    linkAblauf Arbeitsmedizinische Woche (1.3 MB)       

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Anmeldung


Wenn Sie Interesse an der Teilnahme an einer Arbeitsmedizinischen Woche haben, wenden Sie sich bitte an die Hauptstelle - siehe rechts Kontakte.

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Voraussetzungen und Dauer des Aufenthaltes


Anspruch haben
aktive Bäuerinnen und Bauern sowie deren hauptberuflich beschäftigte Kinder, vor allem aber aktive LehrbetriebsführerInnen, die
  • nicht älter als 55 Jahre sind
  • bei der SVB kranken- und/oder pensionsversichert sind
  • das gesamte Programm mit Interesse aktiv mitmachen können
  • keine Gesundheitsstörungen haben
    und
  • noch keine Arbeitsmedizinische Woche besucht haben.

Die Arbeitsmedizinische Woche dauert sieben Tage.

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Zuzahlung


Für Unterkunft und Verpflegung ist ein einkommensunabhängiger Kostenanteil von nur  EUR 153,00 pro Person für die ganze Woche zu leisten. Alle übrigen Aufenthalts- und Programmkosten werden von der SVB zum Erhalt der Gesundheit ihrer Versicherten übernommen.

Mit der Arbeitsmedizinischen Woche wird den aktiven Versicherten eine ganz besondere berufsspezifische Betreuung angeboten.

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Zusammenfassung betreffend der Arbeitsbelastungen und Diagnosen der TeilnehmerInnen


Von 1999 bis 2002 haben 211 Bauern und Bäuerinnen mit einem Durchschnittsalter von 44 Jahren an den Arbeitsmedizinischen Wochen der Sozialversicherungsanstalt der Bauern teilgenommen.

Als vorherrschende Arbeitsbelastungen, die auch zu entsprechenden gesundheitlichen Problemen führten,

wurden angegeben:
  • einseitige Körperhaltung
  • gebeugtes Arbeiten
  • schweres Heben und Tragen
  • Staubeinwirkung
  • psychische Belastungen


Die hieraus resultierenden Beschwerden äußerten sich naturgemäß durch Schmerzen des Bewegungs- und Stützapparates, chronischen Erkrankungen der Atemwege und zum Teil mit psychischen Beschwerden, wie ständige Nervosität und Erschöpfungsgefühle.

An medizinischen Problempunkten zeigten sich außerdem bei einem Viertel der Bauern und Bäuerinnen ein Trainingsmangel des Herz-Kreislaufsystems.

Darüber hinaus konnten
  • Übergewicht
  • erhöhter Cholesterinspiegel und erhöhte Blutdruckwerte
  • Sehkraftabschwächungen
  • frühzeitige Lärm- und Altersschwerhörigkeit
  • Asthma bronchiale Fälle mit Allergie auf Rinderhaare, Lagermilben
  • Farmerlungenerkrankungen

diagnostiziert und einer Therapie zugeführt werden.

Insbesondere bei der Verwendung von persönlicher Schutzausrüstung wie Lärmschutz (Kapselgehörschutz, Dehnschaumstöpsel) und Atemschutzmasken bei Staub- und Pflanzenschutzmitteleinwirkung konnten Mängel festgestellt werden.
Ein Fünftel der Teilnehmer wies einen unzureichenden Impfschutz gegenüber Frühsommermeningoenzephalitis (Zeckenübertragene Gehirnhautentzündung) und Wundstarrkrampf (Tetanus) auf.

In Konsequenz sind die Bauern und Bäuerinnen als selbstverantwortliche BetriebsführerInnen dazu aufgerufen, die entsprechenden vorbeugenden Maßnahmen gemäß den geschilderten Schwerpunkten der Arbeitsmedizinischen Wochen umzusetzen, um trotz der vielen Arbeitsbelastungen gesund und unversehrt zu bleiben.


      linkArbeitsmedizinische Woche 1999-2004; Gesamtanalyse (2.8 MB)     

Zuletzt aktualisiert am 03. Juni 2015