DRUCKEN

Hauskrankenpflege


Die medizinische Hauskrankenpflege bietet die Möglichkeit, den Patienten anstatt im Spital in seiner gewohnten häuslichen Umgebung ausreichend zu versorgen. Ob dies im Einzelfall möglich und zweckvoll ist, entscheidet der behandelnde Arzt.

Die Hauskrankenpflege wird daher nur über ärztliche Verordnung grundsätzlich für die Dauer von vier Wochen gewährt. Eine Verlängerung ist möglich. Dazu ist ein ärztliches Attest mit medizinischer Begründung und eine chefärztliche Bewilligung bei der SVB notwendig.

Die Hauskrankenpflege wird ausschließlich von diplomierten Krankenschwestern bzw. Pflegern auf ärztliche Anordnung erbracht und umfasst nur medizinische Leistungen (z.B. Verabreichung von Injektionen, Sondenernährung, Wundversorgung). Eine allfällige Grundpflege (Haut-, Haar- und Zahnpflege der Patienten etc.) sowie die hauswirtschaftliche Versorgung des Erkrankten fällt hier nicht darunter.

Mit den meisten Organisationen, welche Hauskrankenpflege durchführen, bestehen Verträge mit der SVB, d.h. die Abrechnung der Kosten erfolgt direkt zwischen der SVB und der Organisation.

Für Leistungen der medizinischen Hauskrankenpflege hat der Versicherte grundsätzlich einen Kostenanteil von 20 Prozent zu bezahlen.

Nimmt der Versicherte eine Pflegeperson in Anspruch, die keinen Vertrag mit der SVB hat, gebührt ein Kostenzuschuss.


Dieser Kostenzuschuss ist in der Satzung geregelt und beträgt

a) für 45 Behandlungsminuten EUR 8,64 - für weitere 15 Behandlungsminuten EUR 2,88  

b) als Wegegebühr je gefahrenem Kilometer 80 Prozent des jeweiligen amtlichen Kilometergeldes

Pro Behandlungstag wird ein Kostenzuschuss für höchstens eine Behandlungsstunde geleistet. Der Kostenzuschuss darf 80 Prozent  der tatsächlich erwachsenen Kosten nicht übersteigen.

Zur Info
Die medizinische Hauskrankenpflege ist, wie auch die Anstaltspflege, nicht zu gewähren, wenn sie nicht durch die Notwendigkeit ärztlicher Behandlung bedingt ist (Asylierung).

Bei Anspruch auf Anstaltspflege entsteht im gleichen Zeitraum kein weiterer Anspruch auf medizinische Hauskrankenpflege.

Zuletzt aktualisiert am 11. März 2015