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Transportkosten


Rot-Kreuz-Wagen

Hinsichtlich Kostentragung bei notwendigen Krankentransporten bietet die SVB zwei verschiedene Varianten an:


  • Transport durch ein Krankentransportunternehmen mit Vertrag (z.B. Rettung)
    Die Kosten des Transports werden vom Transportunternehmen direkt mit der SVB verrechnet. Im Nachhinein schreibt die SVB dem Versicherten einen 20-prozentigen Kostenanteil vor. Kinder, welche als anspruchsberechtigte Angehörige bei den Eltern "mitversichert" sind, sind bei Krankentransporten von einer Kostenbeteiligung befreit.


  • Durchführung eines Eigentransportes (zB durch einen Familienangehörigen oder einen Bekannten)
    In diesem Fall gewährt die SVB dem Versicherten einen Zuschuss in Höhe von EUR 0,34 (= 80 Prozent des amtlichen Kilometergeldes), Dialysepatienten in Höhe von EUR 0,42 (= 100 Prozent des amtlichen Kilometergeldes). Damit ergibt sich sowohl für den Versicherten - er hat keinen Selbstbehalt zu zahlen - als auch für die SVB eine Ersparnis.


Es besteht jederzeit die Möglichkeit, zwischen den beiden Transportvarianten zu wechseln. Dies kommt vor allem jenen Patienten zugute, die nur zeitweise eine Person für den Eigentransport zur Verfügung haben.


Voraussetzungen für die Inanspruchnahme eines Krankentransportes auf Kosten der SVB:

  • Der erkrankte Versicherte oder Angehörige muss gehunfähig sein.
    Als gehunfähig gilt, wer infolge seiner Erkrankung bzw. Behinderung selbst mit Unterstützung und Hilfe durch eine Begleitperson objektiv nicht in der Lage ist, ein öffentliches Verkehrsmittel zu benützen. Die besondere Beschwerlichkeit eines Weges vermag für sich allein aber noch keine Gehunfähigkeit begründen.
  • Die Kosten des Transportes werden nur bis zur nächsterreichbaren, geeigneten Behandlungsstelle im Inland ersetzt. Dazu zählt auch der Transport bei einer medizinisch notwendigen Überstellung zur stationären Behandlung von einer Krankenanstalt in die nächstgelegene geeignete Krankenanstalt.

    Transporte während eines durchgehenden stationären Aufenthalts im gleichen Spital, zB zwecks Durchführung einer Spezialuntersuchung (= "ambulanter Zwischentransport") sind vom Krankenhaus selbst zu tragen und es kann daher in dieser Situation auch kein Kostenanteil anfallen.
  • Die Gehunfähigkeit und die medizinische Notwendigkeit eines solchen Transportes müssen durch einen ärztlichen Transportauftrag bescheinigt werden.
  • Sind mehrere Transporte erforderlich, ist eine vorherige Bewilligung der SVB einzuholen.
  • Nachweis über die Inanspruchnahme jeder einzelnen Behandlung.
    Über jede durchgeführte Behandlung muss ein Nachweis erbracht werden. Um diesen Nachweis zu vereinfachen hat die SVB ein eigenes Formular ("Bestätigung für Transporte mit dem PKW") aufgelegt, welches von der SVB angefordert werden kann.


Den Gehunfähigen sind darüber hinaus folgende Personengruppen gleichgestellt:

  • Dialysepatienten, soweit die Fahrt mit der Dialysebehandlung in Zusammenhang steht,
  • Chemo- und Strahlentherapiepatienten, soweit die Fahrt mit der Therapie in Zusammenhang steht,
  • Rollstuhlfahrer sowie diesen gleichzuhaltende Personen,
  • beidseitig Arm- oder Beinamputierte,
  • psychisch Kranke mit ständigem Aufsichtserfordernis,
  • Blinde und faktisch Blinde.



Zur Info:
Im Hinblick darauf, dass die Gehunfähigkeit an bestimmte Voraussetzungen geknüpft ist, die Krankenordnung der SVB entsprechende Vorbewilligungspflichten vorsieht und die nächstgelegene, geeignete Einrichtung den Patienten oftmals nicht bekannt ist, empfiehlt es sich jedenfalls, vor der Durchführung der Transporte eine Bewilligung der SVB einzuholen.



Zuletzt aktualisiert am 11. Juli 2016