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Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen


Während der Schwangerschaft, in den ersten Lebenswochen des Kindes und auch später noch sind bestimmte ärztliche Untersuchungen vorgesehen, die der Arzt im Mutter-Kind-Pass bestätigt. Die Untersuchungen, welche im Mutter-Kind-Pass vorgeschrieben sind, dienen der frühzeitigen Erkennung und Behandlung von Erkrankungen der werdenden Mutter und des Kindes.

Die Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen werden von jedem Arzt für Allgemeinmedizin sowie von Fachärzten (Kinderärzte, Internisten, Frauenärzte, Orthopäden, Augenärzte und HNO-Ärzte), sofern es sich um einen Vertragsarzt handelt, ohne Kostenbeteiligung des Versicherten oder Angehörigen durchgeführt.

Die Untersuchungen umfassen:
  • die Feststellung von Körpergewicht und -größe des Kindes
  • die Erhebung von Beobachtungen der Mutter und einer Krankheitsanamnese
  • eine eingehende ärztliche Untersuchung des Kindes
  • die Beurteilung der Notwendigkeit weiterer Untersuchungen.

Zur Info:
Bitte unbedingt darauf achten, dass die Untersuchungen fristgerecht durchgeführt und in den Mutter-Kind-Pass eingetragen werden, da die Durchführung der vorgesehenen Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen nicht nur eine wichtige vorbeugende Maßnahme ist, sondern auch eine der Anspruchsvoraussetzungen für die Gewährung des Kinderbetreuungsgeldes darstellt.

Hebammenberatung im Mutter-Kind-Pass

Seit 01.11.2013 ist im Mutter-Kind-Pass auch eine einstündige Beratung für Schwangere durch eine Hebamme innerhalb der 18. bis 22. Schwangerschaftswoche vorgesehen. Diese Beratung umfasst insbesondere Informationen über den Verlauf von Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillen, gesundheitsförderndes und präventives Verhalten sowie erforderlichenfalls Informationen über Unterstützungsmöglichkeiten. Die SVB gewährt für diese Beratung folgende Zuschüsse:

EUR 35,70 (für eine Hebammenberatung bei der Schwangeren) und EUR 25,50 (bei einer Hebammen­beratung in der Ordination der Hebamme). Zusätzlich gibt es einen Zuschuss pro Kilometer Fahrtweg der nach dem Berufssitz nächstgelegenen Hebamme zur Schwangeren von EUR 0,42 pro Kilometer.

 

Hinweis:

Der Hauptverband der österreichischen Sozialhilfeträger verhandelt mit der Hebammenvertretung einen bundesweiten Sachleistungsvertrag, der noch im 1. Quartal 2014 zu Stande kommen sollte. Ab diesem Zeitpunkt ist die Beratung kostenlos, bis dahin haben Schwangere die Differenz zwischen den Zuschüssen und dem verlangten Honorar der Hebamme selbst zu tragen.

Zuletzt aktualisiert am 12. Januar 2016