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Fortbetriebspension


Hierbei handelt es sich um eine "normale" Alterspension oder vorzeitige Alterspension bzw. Erwerbsunfähigkeitspension, die die Witwe/der Witwer bzw. die/der hinterbliebene eingetragene Partner/in in Anspruch nehmen kann.

Die Besonderheit besteht in der Hinzurechnung der bäuerlichen Versicherungszeiten, welche die/der verstorbene Ehepartner/in während der Ehe bzw. eingetragenen Partnerschaft erworben hat, zu den von der Witwe/des Witwers bzw. der/des hinterbliebenen eingetragenen Partnerin/Partners erworbenen Versicherungszeiten für eine eigene Pension.

Voraussetzungen

Voraussetzung ist allerdings, dass keine Witwen(Witwer)pension bzw. Pension für hinterbliebene eingetragene Partner/innen beansprucht und den Betrieb nach dem Tod der Ehepartnerin/des Ehepartners  bzw.der eingetragenen Partnerin/des eingetragenen Partners fortführt.

Wurde der Betrieb von der/dem Hinterbliebenen und der/dem Verstorbenen nicht auf gemeinsame Rechnung und Gefahr geführt oder war die Witwe/der Witwer bzw. die/der eingetragene Partner/in nicht im Betrieb hauptberuflich beschäftigt, so muss der Betrieb von der Witwe/dem Witwer bzw. der/dem eingetragenen Partner/in drei Jahre fortgeführt werden.

Keine Hinzurechnung

Die Hinzurechnung ist ausgeschlossen, wenn die Witwen(Witwer)pension bzw. Pension für hinterbliebene eingetragene Partner/innen in Anspruch genommen wird. Denn dafür werden ja die Versicherungszeiten der/des Verstorbenen bereits herangezogen.

Es erfolgt auch keine oder nur eine teilweise Hinzurechnung der Versicherungszeiten der/des Verstorbenen, wenn die/der Hinterbliebene während des Bestandes der Ehe eigene Versicherungszeiten (Ausnahme: Zeiten der Kindererziehung) erworben hat.

Hinweis

Im Einzelfall gilt es daher abzuwägen oder sich bei der Sozialversicherungsanstalt der Bauern beraten zu lassen, welche Lösung günstiger ist: die Witwen(Witwer)pension bzw. Pension für hinterbliebene eingetragene Partner/innen in Anspruch zu nehmen und/oder den Betrieb mit Aussicht auf eine eigene Pension fortzuführen.

Zuletzt aktualisiert am 12. März 2015