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Pflegende Angehörige


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Begünstigte Weiterversicherung für pflegende Angehörige

Personen, die aus der Pflichtversicherung ausgeschieden sind, um einen nahen Angehörigen/ eine nahe Angehörige mit Anspruch auf Pflegegeld zumindest in Höhe der Stufe 3 nach dem Bundespflegegeldgesetz (BPGG) oder den Landesgesetzen unter gänzlicher Beanspruchung ihrer Arbeitskraft in häuslicher Umgebung zu pflegen, können eine begünstigte Weiterversicherung beantragen.

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Selbstversicherung für Zeiten der Pflege naher Angehöriger

Personen, die einen nahen Angehörigen/eine nahe Angehörige mit Anspruch auf Pflegegeld zumindest in Höhe der Stufe 3 nach dem Bundespflegegeldgesetz (BPGG) oder den Landesgesetzen unter erheblicher Beanspruchung ihrer Arbeitskraft in häuslicher Umgebung pflegen, können bei Wohnsitz im Inland diese Selbstversicherung beantragen.

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Unterstützungen des Sozialministeriumservices

Personen, die seit mindestens einem Jahr überwiegend

  • einen nahen Angehörigen mit einem Pflegegeld der Stufe 3 - 7 nach dem Bundespflegegeldgesetz (BPGG) oder
  • einen nahen Angehörigen mit einer nachweislich demenziellen Erkrankung und mit einem Pflegegeld zumindest der Stufe 1 nach dem Bundespflegegeldgesetz (BPGG) oder
  • einen minderjährigen nahen Angehörigen mit einem Pflegegeld zumindest der Stufe 1 nach dem Bundespflegegeldgesetz (BPGG)

pflegen und wegen Krankheit, Urlaub oder sonstigen wichtigen Gründen verhindert sind, können beim Sozialministeriumservice eine finanzielle Unterstützung beantragen.

Damit soll eine professionelle oder private Ersatzpflege ermöglicht werden.

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Pflegekarenz und Pflegeteilzeit

Seit 1. Jänner 2014 können Personen, die eine nahe Angehörige oder einen nahen Angehörigen betreuen, Pflegekarenz oder Pflegeteilzeit vereinbaren. Die / der nahe Angehörige muss mindestens Pflegegeld der Stufe 3 beziehen (bei einem demenziell erkrankten oder minderjährigen nahen Angehörigen ab der Pflegegeldstufe 1).

Für die vereinbarte Dauer der Pflegekarenz gebührt Pflegekarenzgeld vom Bundesamt für Soziales und Behindertenwesen, für die Dauer der Pflegeteilzeit aliquotes Pflegekarenzgeld. Der Bezug des Pflegekarenzgeldes ist jedoch grundsätzlich mit drei Monaten begrenzt. Für eine zu pflegende Person können auch mehrere Angehörige jeweils eine Pflegekarenz oder Pflegeteilzeit vereinbaren. So können zB zwei Geschwister für denselben Elternteil für unterschiedliche Zeiträume jeweils eine Pflegekarenz oder Pflegeteilzeit für eine Dauer von bis zu drei Monaten vereinbaren.
Im Falle einer Erhöhung des Pflegebedarfs ist jeweils eine erneute Vereinbarung bis zu drei Monaten möglich.

Zeiten des Pflegekarenzgeldbezuges gelten in der Pensionsversicherung als Beitragszeiten auf Grund einer Erwerbstätigkeit, aliquoter Pflegekarenzgeldbezug erhöht die Beitragsgrundlage in der Pensionsversicherung.

Der Antrag auf Gewährung des Pflegekarenzgeldes ist beim Sozialministeriumservice einzubringen.

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Familienhospizkarenz

Zum Zweck der Sterbebegleitung naher Angehöriger oder der Betreuung schwerst erkrankter Kinder kann eine Herabsetzung bzw. eine Änderung der Lage der Normalarbeitszeit oder eine Freistellung gegen Entfall des Entgeltes (=Karenz) beantragt werden.
Die Familienhospizkarenz kann zur Sterbebegleitung für drei Monate beansprucht werden. Auf Antrag ist eine Verlängerung bis zu sechs Monaten möglich. Bei Begleitung schwersterkrankter Kinder sind fünf Monate Familienhospizkarenz vorgesehen. Eine Verlängerungsmöglichkeit besteht bis zu neun Monaten.
Während dieser Zeiten werden Beiträge zur Kranken- und Pensionsversicherung aus Mitteln der Arbeitslosenversicherung bzw. vom Bund geleistet.

Folgende Unterstützungen sind vorgesehen:
»  Bei finanzieller Notlage kann man während des  
    Karenzierungszeitraums einen Zuschuss aus dem
    Familienhospizkarenz-Härteausgleichsfonds erhalten.
»  Auf Antrag wird während eines Pflegegeldverfahrens ein 
    Vorschuss zumindest in der Höhe der Pflegegeldstufe 3 
    gewährt.


Bei Inanspruchnahme der Familienhospizkarenz gebührt Pflegekarenzgeld vom Sozialministeriumservice.

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Erholungsaufenthalte

Die SVB bietet pflegenden Angehörigen die Möglichkeit eines zweiwöchigen Erholungsaufenthaltes , um sich körperlich und seelisch zu erholen sowie durch Fachberatung Tipps für die oft körperlich und psychisch belastende Arbeit zu erhalten. Wichtig ist hierbei auch der Erfahrungsaustausch und die Gemeinschaft mit Personen, die sich in ähnlichen Situationen befinden.

Anfangs reagieren die pflegenden Angehörigen noch zögernd: "Ich kann nicht weg, ich muss doch pflegen!" Die Erfahrung zeigt aber, dass zu 90 Prozent die Großfamilie in der Lage ist, die Patient/innen ausreichend zu versorgen. Durch die nur kurzfristige Übernahme der Pflege erfahren auch die anderen, was von den Pflegepersonen wirklich geleistet wird.

Allgemeines
Auf dem Programm stehen Fachvorträge über die Durchführung der Pflege mit körperschonenden, richtigen Bewegungsabläufen und entsprechenden Hilfsmitteln. Weiters gibt es eine ausführliche Beratung zu den Themen Pflegegeld und Dauerversorgung.

Außerdem gibt es ein vielfältiges Bewegungsprogramm mit Wirbelsäulenschule, Schwimmen, Spaziergängen etc. Daneben darf natürlich auch auf die seelische Erholung nicht vergessen werden, zB mit Entspannungsübungen, Gesprächen mit Lebens- und Sozialberater/innen.

Abgerundet werden die Erholungsaufenthalte durch ein buntes Rahmenprogramm mit Spaziergängen, Ausflügen und Gemeinschaftsabenden.

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Zuletzt aktualisiert am 11. Mai 2016