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Bemessungsgrundlagen


In der bäuerlichen Unfallversicherung gilt als Bemessungsgrundlage ein fixer jährlicher Betrag in der Höhe von EUR 19.599,11.

Dieser Betrag wird jährlich angepasst und entspricht dem durchschnittlichen Jahreseinkommen einer Familienarbeitskraft im bäuerlichen Betrieb. Darin sind auch Einkünfte aus einem Zuerwerb oder bäuerlichem Nebengewerbe mit berücksichtigt.

Wurde jedoch im Jahr vor dem Arbeitsunfall bzw. der Berufskrankheit auch noch eine andere Erwerbstätigkeit (als Dienstnehmer /inoder Gewerbetreibende/r) ausgeübt, muss zum Vergleich die Bemessungsgrundlage nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG) berechnet werden, wo die Summe der ASVG-Beitragsgrundlagen aus der unselbständigen Beschäftigung maßgeblich ist.

Ergibt diese Vergleichsrechnung eine höhere Bemessungsgrundlage, als die feste Bemessungsgrundlage in der bäuerlichen Unfallversicherung, kommt diese höhere Bemessungsgrundlage auch für bäuerliche Arbeitsunfälle oder Berufskrankheiten zum Tragen.

Für Versicherungsfälle, die ab dem 01.04.2005 eintreten, gilt in der Regel für Personen
  • deren Arbeitsunfall oder Berufskrankheit sich in Ausübung der Tätigkeit als Jagd- oder Fischereipächter ereignet und
  • die trotz des Bezuges einer Eigenpension zum Zeitpunkt des Rentenanfalles einen Rentenanspruch haben,


als Bemessungsgrundlage für die Betriebsrente für Schwerversehrte (Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 50 Prozent) und für die Witwen(Witwer)rente bzw. Rente für hinterbliebene eingetragene Partner/innen jährlich ein Betrag von EUR 12.451,13 .

In allen übrigen Fällen (zB Waisenrente, Betriebsrente für einen Versicherten, der nicht schwerversehrt ist) jährlich ein Betrag von EUR 6.225,09  

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Diese Beträge werden jährlich angepasst.

Für Arbeitsunfälle bzw. Berufskrankheiten, die sich vor dem 01.01.1999 ereignet haben, gelten bezüglich der Bemessungsgrundlage Sonderbestimmungen.

Zuletzt aktualisiert am 12. März 2015