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1.) Betriebsrente


Die Betriebsrente soll der Weiterführung des Betriebes dienen und Ersatz für einen länger dauernden Verlust am Betriebseinkommen bieten.

Anspruch auf Betriebsrente

Ein Anspruch auf Betriebsrente entsteht, wenn ein Jahr nach dem Arbeitsunfall bzw. dem Eintritt des Versicherungsfalles der Berufskrankheit noch eine Minderung der Erwerbsfähigkeit um mindestens 20 Prozent verbleibt.

Sind mehrere Arbeitsunfälle oder Berufskrankheiten zu berücksichtigen, gelten Sonderregeln .

Bei Berufskrankheiten, die nicht in der Liste der Berufskrankheiten (Anlage I zum ASVG) aufgezählt sind, ist eine Erwerbsminderung um mindestens 50 Prozent (Generalklausel) erforderlich.

Eine weitere Voraussetzung ist grundsätzlich, dass der Versehrte zum Zeitpunkt des Rentenanfalles noch keine Pension aus dem Versicherungsfall des Alters nach diesem oder einem anderen Bundesgesetz, keinen Ruhegenuss bezieht oder im Falle eines Pensionsanspruches aus dem Versicherungsfall der geminderten Arbeitsfähigkeit nach dem ASVG oder der Erwerbsunfähigkeit nach dem GSVG oder eines Ruhegenusses wegen Dienstunfähigkeit das Regelpensionsalter noch nicht erreicht hat.

Diese Voraussetzung entfällt, wenn sich der Arbeitsunfall oder die Berufskrankheit in Ausübung der Tätigkeit als Jagd- oder Fischereipächter ereignet (sofern aus dem Ertrag nicht überwiegend der Lebensunterhalt bestritten wird) oder der Versicherungsfall in einem Versicherungsverhältnis eintritt, das erstmals nach dem Anfall einer Erwerbsunfähigkeitspension nach dem BSVG, aber noch vor Erreichen des Regelpensionsalters, begründet wurde.

Es ist aber möglich, dass neben der Betriebsrente noch eine Witwen(Witwer)- oder Waisenpension bezogen wird.

Anfall der Betriebsrente

Die Betriebsrente fällt ein Jahr nach dem Tag an, der dem Unfallereignis bzw. des Eintritts des Versicherungsfalles der Berufskrankheit folgt.

Jugendliche erhalten die Rente frühestens ab der Vollendung des 15. Lebensjahres.

Zur Info:
Um soziale Härtefälle zu vermeiden gebührt unter der Voraussetzung, dass nach Ablauf eines Jahres nach Eintritt des Versicherungsfalles, ausschließlich aus diesem Versicherungsfall, noch eine Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 30 Prozent zu erwarten ist, bei Vorliegen der sonstigen Voraussetzungen, ein Versehrtengeld.

Mehr zu diesem Thema finden Sie unter dem Punkt "Versehrtengeld".

Für Arbeitsunfälle bzw. Berufskrankheiten vor dem 01.01.1999 gelten Sonderregelungen.

Zuletzt aktualisiert am 12. März 2015