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Krankenversicherung

Nach dem BSVG gibt es die Möglichkeit einer freiwilligen Weiterversicherung nach dem Ausscheiden aus der Pflichtversicherung in der Krankenversicherung.


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Personenkreis


Wer aus der Pflichtversicherung in der Krankenversicherung nach dem BSVG ausscheidet hat - solange nicht irgend eine gesetzliche Krankenversicherungspflicht besteht - die Möglichkeit zur freiwilligen Weiterversicherung.

Nach dem Tod des Versicherten können sich auch der überlebende Ehepartner und andere Angehörige, die vorher mitversichert waren, weiterversichern lassen. Das Gleiche gilt für die frühere Ehegattin bzw. den Ehegatten bei Scheidung, Nichtigerklärung oder Aufhebung der Ehe.

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Voraussetzungen


Voraussetzungen für eine freiwillige Weiterversicherung in der Krankenversicherung nach dem BSVG:
  • Ausscheiden aus der Pflichtversicherung bzw. Anspruchsberechtigung in der Krankenversicherung nach dem BSVG
  • Keine eigene Pflichtversicherung in der Krankenversicherung
  • Man muss vorher eine gewisse Zeit in der Krankenversicherung pflichtversichert gewesen sein (Vorversicherungszeit):
    in den letzten zwölf Monaten mindestens 26 Wochen oder unmittelbar vor dem Ausscheiden sechs Wochen
  • Wohnsitz im Inland (ein Wohnsitz im EU-/EWR-Ausland ist einem Wohnsitz im Inland gleichgestellt)
  • Die Weiterversicherung ist binnen sechs Monaten nach
    • dem Ausscheiden aus der Pflichtversicherung
    • dem Tod des Versicherten
    • Nichtigerklärung, Aufhebung oder Scheidung der Ehe
             bei der SVB zu beantragen.


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Beginn und Ende


Die Weiterversicherung in der Krankenversicherung nach dem BSVG schließt unmittelbar an das Ende der Pflichtversicherung an.

Die Weiterversicherung endet
  • mit dem Wegfall der Voraussetzungen,
  • mit dem Ende des Kalendermonates, in dem der Versicherte seinen Austritt erklärt,
  • wenn die Beiträge für zwei Kalendermonate ganz oder teilweise nicht bezahlt wurden, mit dem Ende des zweiten Kalendermonates.

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Beiträge


Beitragsgrundlage ist die Höchstbeitragsgrundlage. Davon sind 7,65 Prozent als Beitrag zu leisten. Die Beitragsgrundlage kann über Antrag bis zu einem gesetzlich festgelegten Mindestbetrag herabgesetzt werden. Die Herabsetzung gilt jeweils bis zum Ablauf des nächstfolgenden Kalenderjahres.

So beträgt der

  • monatliche Beitrag auf Basis der Höchstbeitragsgrundlage im Jahr 2016 EUR 433,76.
  • monatliche Beitrag auf Basis der Herabsetzung aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse im Jahr 2016 mind. EUR 58,29.


Zur Info:
Bei einer Änderung in den wirtschaftlichen Verhältnissen des Versicherten hat die SVB die Beitragsgrundlage auf Antrag des Versicherten oder von Amts wegen wieder bis zur Höchstbeitragsgrundlage zu erhöhen.

Zuletzt aktualisiert am 11. März 2015