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Unfallversicherung


Die Selbstversicherung in der Unfallversicherung setzt eine selbstständige Erwerbstätigkeit oder Mittätigkeit in der Land- und Forstwirtschaft voraus, die nicht bereits zu einer Pflichtversicherung führt.
Der Beitritt zur Selbstversicherung eines Angehörigen setzt eine Pflichtversicherung oder freiwillige Versicherung des Betriebsführers in der Unfallversicherung voraus. Er bewirkt einen Unfallversicherungsschutz nur für die beitretende Person, nicht aber für weitere Angehörige. Die Zustimmung des Betriebsführers ist zwingend notwendig.

Personenkreis

  • Selbstständig Erwerbstätige in der Land- und Forstwirtschaft mit Betriebssitz im Inland
  • Mit dessen/deren Zustimmung dessen/deren Ehepartner oder eingetragener Partner, Kind, Enkel, Wahl-, Stief- oder Schwiegerkind, Eltern, Großeltern, Wahl-, Stief- oder Schwiegereltern sowie die Geschwister des Betriebsführers. 
  • Lebensgefährten des Betriebsführers oder eines seiner Kinder sowie der Lebensgefährte eines sonstigen nach § 3 BSVG unfallversicherten Angehörigen (ausgenommen von Geschwistern des Betriebsführers)
  • Pflegekinder
  • Pflegende Angehörige, die den Versicherten mit Anspruch auf Pflegegeld zumindest in Höhe der Stufe 3 unter ganz überwiegender Beanspruchung ihrer Arbeitskraft in häuslicher Umgebung pflegen.
  • Personen, die ihren Lebensunterhalt überwiegend aus dem Ertrag des Betriebes bestreiten und keiner Beschäftigung außerhalb des Betriebes nachgehen oder von einem Bauern-Pensionisten überwiegend erhalten werden.
  • als Angehörige geltende Personen, welche mit dem Betriebsführer seit zehn Monaten in Hausgemeinschaft leben und diesem den Haushalt unentgeltlich führen, sofern kein arbeitsfähiger Ehepartner bzw. Partner im Haushalt lebt.

Die Selbstversicherung in der Unfallversicherung nach dem BSVG ist bei der SVB zu beantragen.

Zur Info:

Die Selbstversicherung kommt nur für Betriebsführer bzw. im Betrieb tätige Angehörige in Frage, wenn der Einheitswert des Betriebes den Betrag von EUR 150,00 nicht erreicht und der Lebensunterhalt nicht überwiegend aus der Betriebsführung bestritten wird.


Leistungen:
Die Leistungen aus der freiwilligen Selbstversicherung sind die gleichen wie aus der Pflichtversicherung.

Versicherungsschutz:
Es ist daher zu beachten, dass für jede zu schützende Person die Selbstversicherung in der Unfallversicherung eigens zu beantragen ist. Hier liegt der wesentliche Unterschied zur Pflichtversicherung in der Unfallversicherung. Die Pflichtversicherung ist als Betriebsversicherung konzipiert und schützt alle im Betrieb des Betriebsführers mittätigen Familienangehörigen. Bei der freiwilligen Selbstversicherung ist nur die einzelne selbstversicherte Person geschützt.

Geschützte Tätigkeiten:
Alle geschützten Tätigkeiten finden Sie in unserer Broschüre "Bäuerliche Unfallversicherung" (siehe Linkleiste).

Beginn und Ende


Die Selbstversicherung beginnt mit dem auf den Beitritt folgenden Tag und endet
  • mit dem Wegfall der Voraussetzungen,
  • mit dem Tag des Austrittes,
  • wenn der fällige Beitrag nicht binnen einem Monat nach schriftlicher Mahnung gezahlt worden ist, mit dem Monat, für den zuletzt ein Beitrag entrichtet worden ist.

Beiträge


Der monatliche Beitrag zur Selbstversicherung in der Unfallversicherung nach dem BSVG beträgt aktuell EUR 10,76.

Zuletzt aktualisiert am 21. August 2015