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Weiterversicherung in der Pensionsversicherung


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Personenkreis


Für Personen, die aus der Pflichtversicherung in der Pensionsversicherung nach dem BSVG ausscheiden bzw. ausgeschieden sind oder die einen bescheidmäßig zuerkannten Anspruch auf eine eigene Pensionsleistung nach dem BSVG hatten, besteht die Möglichkeit einer freiwilligen Weiterversicherung in der Pensionsversicherung.
Nach dem Wegfall einer Hinterbliebenenpension ist allerdings eine Weiterversicherung ausgeschlossen.

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Voraussetzungen


Voraussetzungen für eine freiwillige Weiterversicherung in der Pensionsversicherung nach dem BSVG:
  • Ausscheiden aus der Pflichtversicherung in der Pensionsversicherung nach dem BSVG oder Wegfall einer Pension aus eigener Pensionsversicherung nach dem BSVG
  • Keine Pflichtversicherung in der Pensionsversicherung bzw. keinen bescheidmäßig zuerkannten Anspruch auf eine Pension aus eigener Pensionsversicherung
  • Vorliegen einer Vorversicherungszeit:
    - in den letzten 24 Monaten vor dem Ausscheiden
      mindestens zwölf Versicherungsmonate
    oder
    - in den letzten fünf Jahren pro Jahr mindestens drei
      Versicherungsmonate
    in einer oder mehreren Pensionsversicherungen (gilt nicht für Personen, die einen Pensionsanspruch hatten)
  • Die Weiterversicherung ist bis zum Ende des sechsten Monates nach dem Ausscheiden aus der Pflichtversicherung bei der SVB zu beantragen.
    Personen, die in der Pensionsversicherung bereits 60 Versicherungsmonate erworben haben, können das Recht auf Weiterversicherung jederzeit geltend machen oder eine beendete Weiterversicherung erneuern. 


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Beginn und Ende


Die Weiterversicherung in der Pensionsversicherung nach dem BSVG beginnt mit dem Monatsersten, den der Versicherte wählt, spätestens jedoch mit dem Monatsersten, der auf die Antragstellung folgt.


Die Weiterversicherung endet
  • mit dem Wegfall der Voraussetzungen, d.h. z.B. Beginn der Aufnahme einer der Pflichtversicherung in der Pensionsversicherung unterliegenden Erwerbstätigkeit, Zuerkennung einer eigenen Pensionsleistung.
  • mit dem Endes des Kalendermonates, in dem der Versicherte seinen Austritt erklärt hat
    oder
  • wenn die Beiträge für mehr als sechs aufeinanderfolgende Monate nicht entrichtet wurden, mit dem Ende des letzten bezahlten Versicherungsmonates.


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Beiträge


Beitragsgrundlage ist die durchschnittliche Gesamtbeitragsgrundlage im letzten Kalenderjahr vor dem Ausscheiden aus der Pflichtversicherung. Von dieser Beitragsgrundlage sind 22,8 Prozent als Beitrag zu entrichten.
Die Beitragsgrundlage kann über Antrag bis zu einem gesetzlich festgelegten Mindestbetrag herabgesetzt werden. Die Herabsetzung gilt jeweils bis zum Ablauf des nächstfolgenden Kalenderjahres.

Für Weiterversicherte, die aus der Pflichtversicherung ausgeschieden sind, um einen nahen Angehörigen mit Anspruch auf Pflegegeld ab der Stufe 3, unter gänzlicher Beanspruchung ihrer Arbeitskraft, in häuslicher Umgebung zu pflegen, trägt der Bund die gesamte Beitragslesitung.

Ab 1. Jänner eines jeden Jahres werden die Beitragsgrundlagen aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen erhöht.
Beiträge zur Weiterversicherung können als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden.

Zuletzt aktualisiert am 12. Oktober 2016