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Achtung Hackgutlager


Die Energiegewinnung mit Hackgut gewinnt gerade in landwirtschaftlichen Betrieben immer mehr an Bedeutung. Neben durchaus positiven Effekten für die Umwelt birgt diese Form der Nutzung nachwachsender Rohstoffe unter Umständen aber auch Gefahren für die am Hof lebenden Personen.
Feinstaub - Farmerlunge

Bei der Manipulation von zu feucht eingelagertem Hackgut ist zu bedenken, dass die mit Schimmelpilzsporen belasteten Feinstäube die unheilbare Berufskrankheit Farmerlunge auslösen können. Bei Arbeiten mit dem Hackgut sollte daher als Präventionsmaßnahme unbedingt ein Atemschutz verwendet werden.

Die Sicherheitsberatung empfiehlt zumindest Feinstaubmasken der Partikelfilterklasse P2, wobei Modelle mit Ausatemventil von Vorteil sind. Die billigen „Grobstaubmasken“ bieten keinen Schutz gegen gesundheitsgefährdende Feinstäube.

linkMerkblatt Staubschutz (513.5 KB)

Verwendung einer Feinstaubmaske besonders wichtig Verletzungsgefahr durch nachrutschendes Hackgut und durch Förderschnecke

Gerade bei größeren Hackgutlagern mit Raumaustragung besteht durch die Hohlraumbildung bei Betreten des Haufens akute Verschüttungs- und somit Lebensgefahr.

Außerdem ist auch die Verletzungsgefahr durch die sich automatisch einschaltende Förderschnecke zu beachten.

Es ist daher - besonders im Hinblick auf die Sicherheit der Kinder - darauf zu achten, dass diese Lagerräume immer sicher verschlossen sind.

Brandgefährlich!

Dass mit Rücksicht auf die Brandgefahr das Rauchen in Hackgutlagern untersagt ist, sollte als selbstverständlich vorausgesetzt werden.

Schutzgitter Hackgutlager Bäuerliche Initiative für die Arbeitssicherheit

Der Ortsbauernobmann von Pötting (Bez. Grieskirchen in Oberösterreich), Herr Heinrich Fellinger, hat sich über die Sicherheits- und Gesundheitsrisiken durch Hackschnitzel Gedanken gemacht und selbst entsprechende Hinweisschilder für sein Hackgutlager gestaltet. Eine durchaus nachahmenswerte Idee.

Hinweisschilder gut sichtbar anbringen

Zuletzt aktualisiert am 11. März 2015