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Gefahr Zeckenstich


blutsaugende Zecke Nach diesem warmen Winter ist mit einer frühzeitigen Aktivität der Zecken und einer damit einhergehenden Gefährdung bei „Outdooraktivitäten“ gegeben.

Wie soll man sich daher vor einem Zeckenstich bzw. einer Infektionskrankheit schützen?

FSME-Impfung

Erste Vorbeugungsmaßnahme ist natürlich die ausreichende FSME-Impfung. Sie sollte jetzt mindestens alle 5 Jahre wieder aufgefrischt werden.

Bei Menschen ab dem 60. Lebensjahr wird eine Wiederauffrischungsimpfung wieder nach 3 Jahren empfohlen.

Viele ältere Menschen sind der Ansicht gegen Zeckenkrankheiten immun zu sein, weil sie in ihrem Leben schon viele Zecken gehabt haben. Dies ist jedoch kein Schutz! Gerade bei den Fällen mit FSME- Gehirnhautentzündung handelt es sich vorwiegend um ältere, ungeimpfte Menschen!

Konkrete Tipps:

Hier einige Tipps zur Vermeidung eines Zeckenstiches:
  • glatte, dichtgewebte und helle Kleidung (Baumwolle guter Qualität)
  • festes, geschlossenes Schuhwerk
  • Socken über den Hosenstulpen
  • leichte, aber breitkrempige Kopfbedeckung
  • Anwendung von Insektenrepellents, zB Exopic 8 Kids-Spray. Es kann auch für Erwachsene verwendet werden und bietet vier Stunden Schutz vor Zecken, Bremsen, Milben.

Achtung

Bei allfällig gleichzeitiger Verwendung von Sonnenschutzmitteln, soll zuerst das Sonnenschutzmittel aufgetragen werden und erst nach einer halben Stunde Wartezeit das Insektenrepellent.

Bei gleichzeitiger Anwendung wird sonst der Schutzfaktor der Sonnencreme, somit auch die Schutzzeit, um mindestens 1/3 verringert!

Entfernung der Zecken

Am Besten sollte man sich innerhalb von 24 Stunden, nach dem Duschen, möglichst von einer anderen Person, zur Gänze anschauen lassen. Hier insbesondere die Ellenbeugen, Achseln, Leistenbeugen, Kniekehlen und Gesäßfalte und behaarte Haut untersuchen.

Die Entfernung der Zecke erfolgt mittels spitzer Splitterpinzette . Die Zecke soll möglichst nah am Kopf gefasst und ohne Drehbewegung in einem Zug herausgezogen werden.

Es soll nach Möglichkeit der Körper nicht gequetscht werden, da sonst der infektiöse Darminhalt in die Stichwunde gepresst wird.

Falls der Kopf abreißt , kann dieser nachträglich mit einer Injektionsnadel , die eine geschliffene Spitze besitzt, leicht entfernt werden (Apotheke).

„Hausmittel“ , wie auftragen von Öl, Klebstoffen, Wachs oder ähnlichem, sind ungeeignet , da hierbei die Zecke langsam stirbt und sich der Darminhalt in die Stichwunde entleert.

Zuletzt aktualisiert am 31. März 2015