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Heilverfahren (Kuraufenthalt)


Bei den Heilverfahren, welche im Sprachgebrauch häufig als Kuren bezeichnet werden, unterscheidet man zwischen Anschlussheilverfahren und „normalen“ Heilverfahren.


Das Anschlussheilverfahren soll nach erfolgten Operationen, bei Akuterkrankungen oder nach Arbeitsunfällen mit besonderer

Dringlichkeit möglichst bald nach dem Spitalsaufenthalt erfolgen. Angestrebt wird die Unterbringung der PatientInnen innerhalb von sechs Wochen nach der Spitalsentlassung.

In Fällen, bei denen keine besondere Dringlichkeit besteht, erfolgt die Einweisung der Versicherten zum Heilverfahren innerhalb einer angemessenen Frist je nach Auslastung und Kapazität der (Sonder)Krankenanstalten.


Das Ziel eines Heilverfahrens ist der Wiedergewinn der Gesundheit oder die Festigung der Gesundheit, samt dem Erlernen eines gesünderen Lebensstils. Weiters dienen Heilverfahren der Rehabilitation, d.h. der Wiedereingliederung in das Berufsleben bzw. der Verhinderung einer Erwerbsunfähigkeit bzw. stellen sie eine Ergänzung der Krankenbehandlung im Sinne der Erleichterung von Krankheitsfolgen dar.


Die Antragstellung für ein Heilverfahren erfolgt über das behandelnde Krankenhaus oder den Hausarzt. Die medizinische Beurteilung erfolgt durch den ärztlichen Dienst der SVB.

Vor Antritt eines Kuraufenthaltes ist jedenfalls die Entscheidung der SVB über den eingebrachten Antrag abzuwarten, eine nachträgliche Kostenübernahme ist nicht möglich.

Grundsätzlich können - medizinische Notwendigkeit vorausgesetzt - zwei Heilverfahren innerhalb von fünf Jahren in Anspruch genommen werden. Darüber hinaus erfolgen bei entsprechender medizinischer Dringlichkeit (zB Anschlussheilverfahren nach Herzinfarkt) oder besonderen Umständen, wie zB das Auftreten von neuen Erkrankungen, Bewilligungen.


Kostenbeteiligung

Für Heilverfahren hat der Versicherte oder Pensionist je nach Einkommen bzw. Einheitswert eine Zuzahlung von EUR 7,78 

, EUR 13,33 oder EUR 18,90zu leisten.

Bei sozialer Schutzbedürftigkeit ist der Versicherte bzw. Pensionist von der Zuzahlung befreit.

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Zuletzt aktualisiert am 15. April 2015