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Gesundheitsaktion "Pflegende Angehörige"


Die SVB bietet pflegenden Angehörigen die Möglichkeit eines zweiwöchigen Erholungsaufenthaltes, um sich körperlich und seelisch zu erholen sowie durch Fachberatung Tipps für die oft körperlich und psychisch belastende Arbeit zu erhalten.


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Anfangs reagieren die pflegenden Angehörigen noch zögernd: "Ich kann nicht weg, ich muss doch pflegen!" Die Erfahrung zeigt aber, dass zu 90 Prozent die Großfamilie in der Lage ist, die PatientInnen ausreichend zu versorgen. Durch die nur kurzfristige Übernahme der Pflege erfahren auch die anderen, was von den Pflegepersonen wirklich geleistet wird.  

Auf dem Programm stehen Fachvorträge über die Durchführung der Pflege mit körperschonenden, richtigen Bewegungsabläufen und entsprechenden Hilfsmitteln. Weiters werden Informationen bezüglich Pflegegeld und Dauerversorgung geboten, aber auch der Erfahrungsaustausch kommt nicht zu kurz.  

Außerdem gibt es ein vielfältiges Bewegungsprogramm mit Wirbelsäulenschule, Schwimmen, Spaziergängen etc. Daneben darf natürlich auch auf die seelische Erholung nicht vergessen werden, beispielsweise mit Entspannungsübungen, Gesprächen mit Lebens- und SozialberaterInnen oder Ausflügen und Gemeinschaftsabenden.

 

Voraussetzungen 

Diese Gesundheitsaktion kann von Personen in Anspruch genommen werden, die

  • der Pflichtversicherung in der Kranken- und/oder Pensionsversicherung nach dem BSVG oder
  • der Anspruchsberechtigung in der Krankenversicherung nach dem BSVG unterliegen oder 
  • PensionsbezieherInnen bei der SVB sind

und die

  • Hauptlast der Pflege einer Person, die Pflegegeld bezieht, tragen sowie
  • keine gesundheitlichen Probleme haben, welche eine Teilnahme am Programm ausschließen.

Keinen Anspruch haben Bäuerinnen und Bauern, die in der Pensionsversicherung mehrfach versichert und nicht nach dem BSVG krankenversichert sind.

Dauer 

2 Wochen 


Kosten

Die Kostenbeteiligung beträgt EUR 203,32 (ermäßigt EUR 94,40). Die konkrete Höhe wird mit der Bewilligung mitgeteilt.

 

Nähere Auskünfte erhalten Sie im Folder Gesundheitsaktion "pflegende Angehörige“, welchen Sie kostenlos bestellen können (siehe Linkleiste).


Förderungsmöglichkeiten

Finanzielle Unterstützung für pflegende Angehörige
Nahen Angehörigen, die seit mindestens einem Jahr eine pflegebedürftige Person,

  • die zumindest Pflegegeld der Stufe 3 bezieht, oder
  • die nachweislich demenziell erkrankt ist, und zumindest Pflegegeld der Stufe 1 bezieht, oder
  • die minderjährig ist und zumindest Pflegegeld der Stufe 1 bezieht,

überwiegend pflegen und an der Erbringung der Pflege wegen Krankheit, Urlaub oder sonstigen wichtigen Gründen (z.B. Erkrankung eines Kindes, Dienstreise) verhindert sind, gebührt bei Vorliegen einer sozialen Härte eine finanzielle Zuwendung. Sie soll einen Teil der Kosten für in Anspruch genommene professionelle oder private Ersatzpflege abdecken.


Anspruchsberechtigter Personenkreis

  • Verwandte in gerader Linie, z.B. Kinder, Eltern, Großeltern, Enkel, etc.
  • Ehegatten bzw. eingetragene Partner
  • Lebensgefährten
  • Wahl-, Stief- und Pflegekinder
  • Geschwister
  • Schwager und Schwägerinnen
  • Schwiegerkinder und Schwiegereltern
  • Nichte/Neffe

Anspruchsvoraussetzungen

Eine soziale Härte liegt vor, wenn das monatliche Netto-Gesamteinkommen der Antragstellerin/des Antragstellers den Betrag von

  • EUR 2.000,00 (bei Pflege einer Person mit einer Pflegegeldeinstufung von 1 bis 5) bzw.
  • EUR 2.500,00 (bei Pflege einer Person mit einer Pflegegeldeinstufung von 6 oder 7) nicht übersteigt.

Diese Einkommensgrenzen erhöhen sich für (behinderte) unterhaltsberechtigte Angehörige. 


Folgende Einkommen werden nicht gerechnet

  • Geldleistungen wegen Pflegebedürftigkeit oder Behinderung
  • Sonderzahlungen
  • Versehrtenrenten und vergleichbare Leistungen
  • Familienbeihilfen
  • Kinderbetreuungsgeld
  • Studienbeihilfen 
  • Wohnbeihilfen sowie
  • Leistungen nach den Sozialhilfegesetzen der Länder oder vergleichbare Leistungen

Antrag

Die Zuwendung ist beim regional zuständigen Bundessozialamt zu beantragen und wird nur dann bewilligt, wenn ein zeitlicher Zusammenhang von längstens 6 Monaten zwischen der Verhinderung an der Pflege und der Erbringung des Ansuchens gegeben ist!

Dem Antrag sind folgende Unterlagen beizulegen:

  • der letzte rechtskräftige Bescheid (bzw. Urteil) über die Zuerkennung des Pflegegeldes nach dem Bundespflegegeldgesetz
  • bei Inanspruchnahme professioneller Hilfe: Nachweis über die angefallenen und beglichenen Kosten
  • bei Inanspruchnahme privater Hilfe: Bestätigung über die übernommene Pflege der pflegebedürftigen Person für die Zeit der Verhinderung
  • Einkommensnachweise
  • eine Erklärung der(s) Antragsteller(s)in, dass (er) sie
    • die Hauptpflegeperson ist,
    • die Pflege seit mindestens einem Jahr durchgeführt hat und
    • an der Erbringung der Pflege unter oben genannten Voraussetzungen verhindert ist

Als Nachweis über das Vorliegen einer demenziellen Erkrankung gilt eine Bestätigung der Behandlung der betroffenen Person durch

  • eine neurologische od. psychiatrische Fachabteilung eines Krankenhauses
  • eine gerontopsychiatrische Tagesklinik bzw. Ambulanz
  • ein gerontopsychiatrisches Zentrum
  • einen Facharzt für Psychiatrie und/oder Neurologie


Antrag auf finanzielle Unterstützung

  linkAntrag (120.5 KB) 


Merkblatt für die Gewährung einer finanziellen Unterstützung

  linkMerkblatt (90.5 KB) 


Richtlinie über die Gewährung einer finanziellen Unterstützung

  linkRichtlinien (136.5 KB) 


Gebührt das Pflegegeld aufgrund landesgesetzlicher Regelungen, erkundigen Sie sich bitte bei der für Sie zuständigen Landesregierung, ob Zuwendungen für pflegende Angehörige gewährt werden.


Höhe der sozialen Zuwendung

Grundsätzlich einmalige Geldleistung.
Gefördert werden Ersatzpflegemaßnahmen im Ausmaß von

  • zumindest durchgehend einer Woche (7 Tage).
  • zumindest durchgehend vier Tagen (bei nachweislich demenziell erkrankten und minderjährigen pflegebedürftigen Personen).
  • höchstens vier Wochen (28 Tage) pro Jahr.

Die jährliche Höchstzuwendung beträgt je nach Pflegegeldstufe zwischen EUR 1.200,00 und EUR 2.200,00

Auf die Gewährung dieser finanziellen Zuwendung besteht kein Rechtsanspruch.

Zuletzt aktualisiert am 09. Juni 2015