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Gesundes Essen und Trinken


Ausgewogenes Essen und Trinken sind wichtige Voraussetzungen für die Leistungsfähigkeit des Körpers und halten bekanntlich Leib und Seele zusammen.

Grundsätzlich orientiert sich auch mit zunehmendem Alter die Zusammenstellung des Essens an der Ernährungspyramide.

Ernährungspyramide


Wer mindestens 2 Liter pro Tag trinkt, ist fit und aktiv

Da das Durstgefühl nachlässt, trinken Senioren oft zu wenig. Folge von zu wenig Flüssigkeit können Verstopfung, Müdigkeit, Schwindel oder verminderte Leistungsfähigkeit sein.

Tipps für richtiges Trinken:
  • Trinken Sie mindestens zwei Liter pro Tag. Einen Liter am Vormittag, einen Liter am Nachmittag.

  • Beginnen Sie den Tag mit einem erfrischenden Getränk, zB mit einem Glas Fruchtsaft.

  • Bereiten Sie in der Früh eine Kanne Tee oder einen großen Krug Wasser vor und stellen Sie die Getränke sichtbar auf. Dadurch werden Sie immer an das Trinken erinnert.

  • Trinken Sie zu jeder Mahlzeit.

  • Genießen Sie nur ab und zu eine Tasse Kaffee oder ein Glas Alkohol, weil diese eine Erhöhung der Wasserausscheidung bewirken. Wenn, dann trinken Sie gleichzeitig mindestens soviel Wasser wie Kaffee oder Alkohol.


Qualität vor Quantität

Mit zunehmendem Alter brauchen wir weniger energiereiches (kalorienreiches) Essen, dafür aber viele Vitamine und Mineralstoffe.

Besonders im Krankheitsfall braucht der Körper sehr viele Nährstoffe, um sich regenerieren zu können. Auch Medikamenteneinnahme kann den Nährstoffbedarf verändern - Beispiel dazu sind die Vitamine der B-Gruppe (besonders viel sind in Vollkornprodukten enthalten).


Tipps für richtiges Essen:
  • Essen Sie besonders viel frisches Obst und Gemüse, Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Reis und Erdäpfel (Fisolen und Erbsen sind leichter verdaulich als Bohnen).

  • Essen Sie viele Getreideprodukte, am besten die Vollkornvariante - wie erwähnt auch wichtig für die Vitamin B-Versorgung bei Medikamenteneinnahme. Dabei sollten Sie ausreichend trinken, um die Verdauung zu fördern.

  • Wichtig sind fettarme Milchprodukte als Kalziumlieferanten, welche die Knochen und Zähne festigen sowie der Osteoporose vorbeugen. Neben Milchprodukten sind auch Grünkohl, Brokkoli, Mangold oder Spinat sehr kalziumreich.

  • Essen Sie mageren Fisch und wenig fettarmes Fleisch.

  • Süßigkeiten und Mehlspeisen in kleinen Mengen essen.

  • Wenn die "dritten" Zähne nicht mehr so richtig mitspielen, Speisen, Obst und Gemüse raspeln oder kurz vor dem Essen frisch pürieren bzw. ganz schonend dämpfen.

  • Verwenden Sie viele frische Kräuter und Gewürze. Das wirkt und schmeckt dann besonders gut, wenn Sie nicht mehr so gut riechen oder schmecken wie früher. Dafür können Sie beim Salz sparen.


Auch Untergewicht gefährdet die Gesundheit

Mangelnder Appetit kann dazu führen, dass Sie zu wenig Nahrung und damit auch zu wenig Energie, Vitamine und Mineralstoffe aufnehmen.

Im Laufe der Zeit können schwerwiegende Mangelerscheinungen auftreten. Folgen sind, dass Ihre Leistungsfähigkeit abnimmt, Sie leichter krank werden können, sowie das Immunsystem geschwächt ist.

Letztendlich kann es zu schweren gesundheitlichen Störungen kommen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Ursachen und was Sie dagegen tun können (zB ob Medikamente den Appetit beeinträchtigen?).


Öfter kleinere Mahlzeiten essen

Essen Sie der Verdauung zuliebe regelmäßig und vier bis sechs kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt.


Langsam essen, bewusst genießen

Essen Sie mit Freude, nehmen Sie sich Zeit und genießen Sie es in angenehmer Atmosphäre. Laden Sie Gäste ein oder nehmen Sie mit Freunden eine Einladung zum Essen an. Geselligkeit und Abwechslung erhöhen die Lebensfreude.


Kontrollieren Sie regelmäßig Ihr Gewicht

Mit zunehmendem Alter verringert sich der Kalorienbedarf. Der Stoffwechsel ändert sich, die Muskelmasse verringert sich und meist ist man körperlich weniger aktiv. Daher nehmen manche zu, obwohl sie nicht mehr als früher essen.

Viele Gesundheitsstörungen und Risiken für Erkrankungen können meistens schon durch eine Gewichtsreduktion von einigen Kilos gebessert werden. In vielen Fällen können so auch Medikamente eingespart oder gar weggelassen werden. Schon deshalb lohnt es sich ein gesundes Gewicht anzustreben.

Zuletzt aktualisiert am 12. März 2015