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k) Formulare und Befunddaten


Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung ist vom Patienten ein so genannter Anamnesebogen auszufüllen. Dieses Formular dient dazu, vom Patienten all jene für seinen Gesundheits­zustand relevanten Daten abzufragen, die bei der klinischen Untersuchung bzw. bei der Beratung des Versicherten eine zentrale Rolle spielen. Die Fragen reichen hier von Körpergröße und Gewicht bis zum Vorkommen von bestimmten Erkrankungen in der Familie.

Ergänzend zum Anamnesebogen gibt es einen Alkoholfragebogen, der im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung ein Angebot darstellt, welcher aber nicht zwingend ausgefüllt werden muss. Alkoholfragebögen haben sich bewährt und gelten nach dem internationalen Stand des Wissens als beste Möglichkeit, auf das Risiko Alkohol einzugehen.

Beide vom Patienten auszufüllende Blätter verbleiben allerdings in der Arztordination und werden weder den Versicherungsträgern noch sonstigen Stellen (wie z.B. Ärztekammer oder Ministerium) zur Verfügung gestellt.

Anders verhält es sich beim so genannten „Befundbogen“, der vom Arzt bei der Vorsorge­untersuchung ausgefüllt wird und den Versicherungsträgern zu übermitteln ist. In den Befundbogen sind einige wesentliche Daten aus dem Anamnesebogen bzw. dem Alkoholfragebogen zu übernehmen und all jene medizinischen Ergebnisse einzutragen, die die einzelnen Untersuchungsschritte erbracht haben (z.B. Laborwerte, Ergebnisse der körperlichen Untersuchung). Der Befundbogen gilt als wesentlicher Teil der ärztlichen Leistung im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung und muss vollständig ausgefüllt sein, um einen Honoraranspruch des Arztes auszulösen. Ausnahmen davon gibt es nur dann, wenn der Versicherte seine Mitarbeit auf Teilgebieten verweigert und daher ein vollständiges Ausfüllen durch den Arzt nicht möglich ist.

Den die Vorsorgeuntersuchung anbietenden Ärzten wurden die erforderlichen Formulare von den Krankenversicherungsträgern in Papierform zur Verfügung gestellt. Parallel dazu gibt es aber die Möglichkeit, dass sich der Arzt die erforderlichen Drucksorten auch ausdrucken kann, wenn sie in der Ordination nicht ausreichen sollten oder zu Ende gehen. Mit der Österreichischen Ärztekammer wurde vereinbart, dass die Befundblätter den Krankenversicherungsträgern in technischer Form übermittelt werden, was viele Vorteile bietet (weniger Missverständnisse durch schwer lesbare Angaben, keine neuerliche Erfassung durch die Versicherungsträger, etc.).

Die technische Übermittlung funktioniert auf zwei Wegen:  

  • Die Formulare können direkt am Bildschirm über eine bereitgestellte Online-Möglichkeit ausgefüllt werden und über das Portal der österreichischen Sozialversicherungsträger über eine verschlüsselte Verbindung als signierter Datensatz übermittelt werden.
  • Seit Bestehen der e-card-Infrastruktur können über die GINA-Box und eine dazugehörige Datenleitung die Befunddaten ebenfalls an den Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger übermittelt werden.


Formulare: 

linkAnamnesebogen (104.4 KB)

linkAlkoholfragebogen (58.5 KB)

linkBefundblatt (129.1 KB)

linkDokumentationsblatt PAP-Abstrich (47.1 KB)

linkDokumentationsblatt Mammographie (47.2 KB)


Die Befunddaten werden in einer Datenbank im Hauptverband gesammelt und den abrechnenden Versicherungsträgern über eine Schnittstelle zugänglich gemacht. Die technisch übermittelten Formulare bieten den weiteren Vorteil, dass sie bereits logische Verknüpfungen eingebaut haben und daher bestimmte unmögliche Dateneingaben nicht zugelassen werden (z.B. Irrtümer bei geschlechtsspezifischen Untersuchungen). Darüber hinaus erfolgt auch eine Vollständigkeitskontrolle (allerdings nur formal, die inhaltliche Richtigkeit von Feldern kann nicht überprüft werden).

Zuletzt aktualisiert am 12. März 2015