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Leistungsinformation für Versicherte

 
                                   Mehr Einblick. Mehr Durchblick.
                 Die persönliche Leistungsinformation für Versicherte


Die Sozialversicherungsanstalt der Bauern sendet ihren Versicherten automatisch – ohne dass es dafür einer gesonderten Anmeldung oder einer Aufforderung bedarf – jährlich eine Übersicht über jene Leistungen aus der Krankenversicherung zu, die mit ihr von den Leistungserbringern direkt verrechnet wurden (so genannte Sachleistungen). Die Umsetzung erfolgt als trägerübergreifendes Projekt gemeinsam mit den anderen Krankenversicherungsträgern.

Die Aussendung der schriftlichen Leistungsinformation findet von August bis Oktober statt.

Die gesetzliche Grundlage für die Leistungsinformation findet sich in § 41 Abs. 1 BSVG.
Die schriftliche Information in Form eines Leistungsblattes stellt eine Serviceleistung zur Erhöhung der Übersicht über die von der SVB bezahlten Leistungen dar.

Das Leistungsblatt ist keine Zahlungsaufforderung und auch keine Aufstellung über offene oder bereits bezahlte Kostenanteile.


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Wozu das Informationsschreiben (Leistungsblatt)?

  Versicherte mit Leistungsinformation   

Der Gesetzgeber erhofft sich eine verbesserte Information über die Leistungen der Krankenversicherungsträger und eine Stärkung des Kostenbewusstseins .

Versicherte und Angehörige verfügen damit über Transparenz , welche Leistungen für sie vom Vertragspartner mit der SVB verrechnet wurden und welches Honorar dafür aufgewendet werden musste.

Mit dieser Information haben die Versicherten die Chance zu erfahren, wie viel Geld der Krankenversicherungsträger jährlich für sie aufwendet. Natürlich kann ein gesunder Versicherter, der wenige Leistungen in Anspruch genommen hat, eine Gegenrechnung zu den geleisteten Krankenversicherungsbeiträgen anstellen und feststellen dass die "Kosten-Nutzen-Rechnung" nicht aufgeht.

Das Wesen der österreichischen Sozialversicherung ist jedoch das Prinzip der Solidarität unter den Versicherten.

Eben dieses Solidaritätsprinzip ermöglicht Versicherten, welche aufgrund geringeren Einkommens weniger Sozialversicherungsbeiträge leisten können, den gleichen Leistungsanspruch und somit die gleiche Chance auf Heilung, wie Versicherten mit höheren Beitragszahlungen.

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Leistungsinformation online

Die Abfrage der Leistungsinformation wird unter dem Link Leistungsinformation online auch über Internet angeboten (LIVE-Online).

Für die Nutzung dieses Services benötigen Sie die Bürgerkartenfunktion (z.B.: auf Ihrer e-card), ein Kartenlesegerät und eine spezielle Software zur Erstellung der elektronischen Unterschrift. Nähere Informationen über die Bürgerkarte und die technischen Voraussetzungen finden Sie unter dem Link Bürgerkarte.

Mit LIVE-Online ist zusätzlich zur Gesamtübersicht der Leistungen - wie sie Ihnen in Papierform zugesandt wird - auch die Anzeige der Detaildaten möglich. Diese stellen eine genaue Übersicht über alle einzelnen Leistungen, die die Vertragspartner mit den Sozialversicherungsträgern abrechnen, dar (z.B.: die konkreten Medikamente, die Sie in der Apotheke bezogen haben).

Außerdem können Sie die zukünftige postalische Zusendung Ihrer Leistungsinformation in Papierform stornieren.

   linkLeistungsinformation online  

   linkBürgerkarte  

   linkBürgerkarte.at  

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Welche Leistungen werden auf dem Leistungsblatt angeführt?

Im Leistungsblatt werden verschiedene Arten von Leistungen der Krankenversicherung angeführt, die im vergangenen Jahr in Anspruch genommen wurden.

Hauptsächlich aus Gründen der Übersichtlichkeit werden am Leistungsblatt nicht alle der von den Krankenversicherungsträgern gewährten Leistungen aufgelistet, sondern nur die wichtigsten. Auch hinsichtlich der Detaillierung der Leistungen musste aufgrund des Umfanges eine Kompromisslösung gefunden werden .

Bitte beachten Sie, dass am Leistungsblatt nur jene Leistungen aufgelistet werden, die von Vertragsärzten bzw. Vertragspartnern und gegen Direktverrechnung erbracht wurden. Kostenzuschüsse, die Sie eventuell für Wahlarztbesuche erhalten haben, können nicht am Leistungsblatt angeführt werden.

Im Regelfall beinhalten die angegebenen Kosten am Leistungsblatt auch allfällige Kostenanteile, die von den Versicherten bereits entrichtet wurden. Bei Heilbehelfen und Hilfsmitteln sowie bei Zahnspangen und abnehmbarem Zahnersatz werden die Kostenanteile herausgerechnet - es werden nur jene Kosten aufgelistet, die von der SVB zu bezahlen waren.

Das Leistungsblatt enthält nur Sachleistungen. Darunter sind folgende Leistungen zu verstehen:

  • Ärztliche Hilfe (durch praktische Ärzte, Fachärzte sowie der ärztlichen Hilfe gleichgestellte Leistungserbringer wie Ergotherapeuten, Logopäden, Heilmasseure und diplomierte Physiotherapeuten, Leistungen von Instituten und Labors, Mutter-Kind-Pass Untersuchungen - NEU für die Leistungsinformation 2006)
  • Krankenhausaufenthalte
  • Heilmittel
  • Heilbehelfe und Hilfsmittel
  • Transporte
  • Vorsorgeuntersuchung (NEU für die Leistungsinformation 2006)

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Welche Leistungen werden nicht am Leistungsblatt angeführt?

In die Leistungsinformation nicht einbezogen werden Geldleistungen (Kostenzuschüsse für Inanspruchnahme von Wahl(fach)ärzten und Wahlzahnärzten, Leistungen aus dem Unterstützungsfonds, Wochengeld, Kinderbetreuungsgeld, ...).

Weiters nicht aufgelistet werden unter anderem: Psychotherapeutische Leistungen, die nicht direkt mit der SVB verrechnet wurden, Medizinische Hauskrankenpflege im Rahmen von Pauschalabgeltungen, Gesundheitsförderung, Zwischenstaatliche Leistungen, etc.

Außerdem ist vorerst die Angabe der Besuche in Spitalsambulanzen nicht möglich.

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Wer erhält ein eigenes Leistungsblatt?

Ein eigenes Leistungsblatt erhalten:
  • Versicherte für sich und ihre anspruchsberechtigten Angehörigen bis zum 14. Lebensjahr (die Leistungen dieser Angehörigen sind auf den Leistungsblättern beider Elternteile angeführt).
  • Angehörige, die zum Aussendungszeitpunkt das 14. Lebensjahr bereits vollendet haben.
  • Personen unter dem 14. Lebensjahr, wenn sie selbst krankenversichert sind (Waisen).

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Von wem erhalte ich mein Leistungsblatt?

Grundsätzlich erfolgt die Aussendung des Leistungsblattes im Namen des zum Zeitpunkt der Aussendung zuständigen Krankenversicherungsträgers.

Ist ein Versicherter bei mehreren Versicherungsträgern gleichzeitig krankenversichert (Mehrfachversicherung), entscheidet über die Aussendung eine bestimmte Rangfolge innerhalb der Versicherungsträger.

Rangfolge bei Mehrfachversicherung

  • Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter
  • Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau
  • Betriebskrankenkassen
  • Gebietskrankenkassen
  • Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft
  • Sozialversicherungsanstalt der Bauern

Wurden verschiedene Leistungen von unterschiedlichen Krankenversicherungsträgern in Anspruch genommen, erfolgt die Auflistung der Leistungen pro Krankenversicherungsträger jeweils mit dem Vermerk "Leistungen von anderen Krankenversicherungsträgern".

Voraussetzung für diese Information ist eine neue Leistungsdatenbank, die im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger eingerichtet ist. Nur auf diese Weise ist es möglich, die Leistungsdaten verschiedener Versicherungsträger zusammenzuführen und pro Versicherten bzw. Angehörigen auf einem Leistungsblatt darzustellen.

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Bei meiner Information sind unrichtige Leistungen angeführt bzw. fehlen Leistungen.


Mögliche Gründe für unrichtige bzw. fehlende Leistungen:

Aus verrechnungstechnischen Gründen kann es möglich sein, dass Sie Leistungen bereits erhalten haben, diese aber noch nicht abgerechnet  wurden (v.a. zu Jahreswechsel).

Die Versicherungsnummer wurde bei der Abrechnung nicht bzw. falsch angegeben (z.B. auf einer Überweisung, einem Rezept, etc.), daher konnte die Leistung nicht korrekt zugeordnet werden.

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Weiterhin automatische Zusendung des Leistungsblattes


Im Gegensatz zu anderen Krankenversicherungsträgern, die ab dem Jahr 2013 ihren Versicherten nur mehr dann ein Informationsschreiben zusenden, wenn die Versicherten ausdrücklich ein solches bestellen (z.B. mit einem eigenen Bestellformular, das den Informationsbriefen im Jahr 2012 beigeschlossen wird), wird die SVB – bestärkt durch die positiven Reaktionen in den vergangenen Jahren – ihren Versicherten und anspruchsberechtigten Angehörigen die Leistungsinformation auch weiterhin automatisch zusenden. Bei der SVB ist es daher nicht erforderlich, ein Bestellformular einzusenden, um auch in Zukunft das Informationsschreiben zu erhalten.

Achtung: Wenn Sie mehrfach krankenversichert sind, müssen Sie bei dem zuständigen Versicherungsträger die Leistungsinformation mit dem Bestellformular anfordern – ansonsten ist auch die Aussendung durch die SVB nicht möglich!

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Wichtige Hinweise zur Aussendung

Von der Zusendung einer Leistungsinformation ausgenommen sind all jene Versicherte, deren Wohnadresse nicht in Österreich liegt!

Voraussetzung für den Erhalt einer Leistungsinformation ist der Bezug von Leistungen im Vorjahr. Wer keine Leistungen in Anspruch genommen hat, erhält auch keine Leistungsinformation!

Wegen der hohen Anzahl der Briefe, die an alle Versicherten in Österreich ausgesandt werden (ca. 240.000 Schreiben allein durch die SVB) kann die Zusendung nur schrittweise erfolgen. Die Reihenfolge der Aussendungen richtet sich nach dem Familiennamen. Insgesamt wird es voraussichtlich wieder ca. 4 Monate dauern, bis alle Versicherten ihre Leistungsinformation erhalten haben. Personen mit verschiedenen Familiennamen in einem Haushalt können daher zu unterschiedlichen Zeitpunkten Briefe erhalten und es können auch mehrere Monate zwischen den einzelnen Zusendungen liegen.

Aufgrund des Datenschutzes können nicht alle Leistungsblätter einer Familie in einem Kuvert versandt werden.

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An wen kann ich mich bei Fragen wenden?

Die Sozialversicherungsanstalt der Bauern hat aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung für allfällige Rückfragen bei Unklarheiten eine zentrale Auskunftsstelle eingerichtet, die telefonisch zum Ortstarif unter der Telefonnummer (0810)700676 erreicht werden kann.

Außerdem beantworten wir Ihre Anfragen gerne per Mail: live@svb.sozvers.at

Bitte beachten Sie, dass für diese Beratung ein spezielles Computerprogramm nötig ist, welches unseren Beratungskräften bei den Sprechtagen vor Ort nicht zur Verfügung steht. 

Zuletzt aktualisiert am 13. Juli 2016