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Kostentragung für Zahnspangen in sonstigen Fällen


Werden die Voraussetzungen für die  Gratiszahnspange nicht erfüllt oder wird die kieferorthopädische Behandlung bei einem Zahnbehandler in Anspruch genommen, der nicht über einen entsprechenden Vertrag mit den Krankenversicherungsträgern verfügt, sind folgenden Leistungen der SVB aus der Krankenversicherung vorgesehen (Werte für 2016):

Bei Vertragszahnärztin/ -arzt

Bei Inanspruchnahme eines Vertrags-Zahnbehandlers erfolgt die Versorgung – Behandlungsnotwendigkeit vorausgesetzt – mit einer abnehmbaren Zahnspange gegen Direktverrechnung mit der Krankenversicherung. Die Versicherten haben eine Zuzahlung im Ausmaß von 20 Prozent EUR 173,60 oder 50 Prozent EUR 434,00 der Behandlungskosten – abhängig von Schweregrad der Kiefer- oder Zahnfehlstellung – zu leisten.

Ist die Behandlung mit einer festsitzenden Zahnspange erforderlich, so sind Zuschüsse der SVB zu den Behandlungskosten vorgesehen (siehe nachfolgende Ausführungen unter „Wahl-Zahnarzt“).

In jedem Fall, ist vor Behandlungsbeginn, damit Kosten übernommen werden können, eine Bewilligung von der SVB einzuholen.

Ist eine kieferorthopädische Behandlung aus medizinischen Gründen nicht notwendig oder werden aus ästhetischen Gründen spezielle Zahnspangen gewünscht, ist eine Kostenübernahme oder auch ein Kostenzuschuss der SVB ausgeschlossen.

Bei Zahnbehandler ohne Vertrag 

(Wahlzahnärztin/ -arzt oder Wahl-Kieferorthopädin/-Kieferorthopäde)

Bei Inanspruchnahme eines Zahnbehandlers oder Instituts ohne Vertag mit den Krankenversicherungsträgern kann eine kieferorthopädische Behandlung nur als Privatleistung in Anspruch genommen werden. Die Behandlungskosten sind somit vom Versicherten selbst zu tragen.

Ist aus medizinischen Gründen eine Behandlungsnotwendigkeit gegeben, so leistet die SVB einen Kostenzuschuss. Hierfür ist allerdings vom Versicherten vor Behandlungsbeginn eine Bewilligung von der SVB einzuholen.

Der Kostenzuschuss der SVB beträgt

  • bei einer schweren Kiefer- oder Zahnfehlstellung max. EUR 694,40 im Jahr pro Behandlungsjahr
  • wenn keine schwere Fehlstellung, aber jedenfalls Behandlungsnotwendigkeit vorliegt, max. EUR 434,00 pro Jahr.  

Sind die Voraussetzungen für eine Gratiszahnspange zwischen dem 12. und 18. Lebensjahr gegeben und wird die Behandlung nicht bei einer/einem Vertragskieferorthopädin/ -orthopäden (siehe Liste VertragskieferorthopädInnen), sondern bei einem anderen qualifizierten Wahl-KieferorthopädInnen in Anspruch genommen, gibt es unter bestimmten Voraussetzungen erhöhte Zuschusszahlungen. Der Zuschuss der SVB kann in diesem Fall bis max. EUR 3.640,00 für die gesamte Behandlungsdauer betragen.

Hinweis:

Ist eine kieferorthopädische Behandlung aus medizinischen Gründen nicht notwendig oder werden aus kosmetischen Gründen spezielle Zahnspangen gewünscht, ist ein Kostenzuschuss der SVB ausgeschlossen.

Zuletzt aktualisiert am 16. Dezember 2015