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Pflichtversicherung


2 Hände


Die österreichische Sozialversicherung basiert auf dem System der Pflichtversicherung . Dies bedeutet das Entstehen eines Versicherungsverhältnisses kraft Gesetz unabhängig vom Willen des Versicherten und des Versicherungsträgers. Der Gesetzgeber ordnet weiters bestimmte Personengruppen den entsprechenden Sozialversicherungsträgern zu.

Die Aufnahme der betrieblichen Tätigkeit als Landwirt hat somit automatisch den Sozialversicherungsschutz nach dem BSVG zur Folge. Ansprechpartner in allen sozialversicherungsrechtlichen Belangen für Bäuerinnen und Bauern ist daher die SVB.

Wahlmöglichkeiten zwischen Versicherungsträgern (System der Versicherungspflicht) würden zwangsläufig zu Verschlechterungen für Personen mit hohem Risiko - wie Alte und chronisch Kranke - führen.

Junge und Gesunde würden umworbene und für jeden Träger willkommene Versicherte darstellen. Alte und Kranke würden an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.

Durch das Solidaritätsprinzip der österreichischen Sozialversicherung ist garantiert, dass die Leistungen für alle gleich sind, egal ob hohe oder niedrige Beiträge geleistet werden.

Die Beiträge des Einzelnen orientieren sich an dessen Einkommen und nicht an dessen Gesundheitszustand.

Diese Grundsätze garantieren auch einen sozialen Ausgleich in der Sozialversicherung.

Auf der Beitragsseite zwischen Schlechter- und Besserverdienenden, auf der Leistungsseite zwischen gefährdeten und weniger gefährdeten Personen.

Zuletzt aktualisiert am 27. April 2015