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Einstellen von Reitpferden


Aufgrund der Gewerbeordnungs-Novelle 2017, welche mit 18. Juli 2017 in Kraft getreten ist, stellt das Einstellen von höchstens 25 Pferden, sofern höchstens 2 Pferde pro Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche gehalten werden und sich diese Flächen in der Region (im Umkreis von 10 km zur Betriebsstätte) befinden, nunmehr land- und forstwirtschaftliche Urproduktion laut Gewerbeordnung (GewO) dar. Ab diesem Zeitpunkt kann das Einstellen von Pferden daher nicht als bäuerliche Nebentätigkeit im Rahmen der Pflichtversicherung nach dem Bauern-Sozialversicherungsgesetz (BSVG) erfasst werden und es besteht auch kein Versicherungsschutz bei einschlägigen Unfällen.

Nachdem es bislang zu keiner gesetzlichen Neuregelung hinsichtlich der Versicherungs- und Beitragspflicht nach dem BSVG gekommen ist, besteht für Betriebe, die höchstens 25 Pferde und höchstens 2 Pferde pro Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche einstellen, für das Beitragsjahr 2017 eine reduzierte Beitragspflicht:  

Beitragsberechnung auf Basis der gemeldeten Einnahmen:

Die Bruttoeinnahmen aus der Pferdeeinstellung sind unter Bekanntgabe der Anzahl der Pferde nur für den Zeitraum 1. Jänner 2017 bis 17. Juli 2017 zu melden. Bitte verwenden Sie dafür das geänderte Meldeformular:
linkMeldung von Einnahmen für bereits gemeldete Nebentätigkeiten (83.3 KB)

Das ausgedruckte Formular ist ausgefüllt und eigenhändig unterschrieben entweder auf postalischem Weg, per Fax oder eingescannt per E-Mail an die SVB zu übermitteln.

Kleine Option (Beitragsberechnung für Nebentätigkeiten auf Basis der Einkünfte laut Einkommensteuerbescheid)

Sollte Ihr Betrieb die angeführten Voraussetzungen erfüllen, ist dies unter Bekanntgabe der Anzahl der Pferde und der landwirtschaftlich genutzten Fläche der SVB zu melden. Die ab August 2017 bezahlten Beiträge für die kleine Option werden in diesem Fall auf Ihrem Beitragskonto gutgeschrieben, vorausgesetzt es wird keine weitere Nebentätigkeit ausgeübt. 

Stellen Sie mehr als 25 Pferde oder mehr als 2 Pferde pro Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche ein, ergeben sich für Ihren Betrieb keine Änderungen bzw. sind die Bruttoeinnahmen für das ganze Jahr 2017 zu melden. 

Das Vermieten von Reittieren hat keine gesetzliche Änderung erfahren und bleibt wie bisher land- und forstwirtschaftliches Nebengewerbe laut GewO, welches der Pflichtversicherung und der Beitragspflicht nach dem BSVG unterliegt.

Zuletzt aktualisiert am 19. Januar 2018