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Nebentätigkeiten rechtzeitig bis 30. April 2018 melden


Bei der Ausübung von land- und forstwirtschaftlichen Nebentätigkeiten gibt es bestimmte Meldefristen im Bereich der Sozialversicherung zu beachten. Eine Meldung der erzielten Bruttoeinnahmen aus Nebentätigkeiten muss bis 30. April 2017 bei der SVB einlangen. Diese Frist ist auch bei der Beantragung der Beitragsgrundlagenoption, der „Kleinen Option“ bei Nebentätigkeiten sowie bei der Widmung von Beitragsgrundlagenteilen einzuhalten.

 

Aufzeichnungspflicht und Meldung der Einnahmen

Zur Berechnung der Beitragsgrundlage müssen Einnahmen aus land- und forstwirtschaftlichen Nebentätigkeiten des Jahres 2017 detailliert aufgezeichnet und gemeldet werden. Die Meldung der Bruttoeinnahmen hat bis 30. April 2018 bei der SVB einzutreffen. Als Konsequenz einer verspäteten Meldung wird ein fünfprozentiger Beitragszuschlag der für die Nebentätigkeit vorgeschriebenen Beitragssumme eingehoben.

 

Widmung von Beitragsgrundlagenteilen

Werden  Nebentätigkeiten nicht vom Betriebsführer, sondern von einem am Betrieb hauptberuflich beschäftigten Angehörigen ausgeübt, können die Einkünfte zur Beitragsgrundlage des Angehörigen zugerechnet werden. Dadurch kann die Beitragsgrundlage des betreffenden Familienmitglieds für eine künftige Pension verbessert werden. Für das Jahr 2017 ist eine Antragstellung bis 30. April 2017 möglich.

 

An- und Abmeldung

Die Aufnahme einer Nebentätigkeit muss der SVB innerhalb eines Monats gemeldet werden. Das ist besonders in Hinblick auf den Unfallversicherungsschutz wichtig. Die Beendigung einer Nebentätigkeit ist ebenfalls binnen eines Monats zu melden – Unterbrechungen sind von der Meldepflicht ausgenommen.

 

Antrag auf „Kleine Option“ bei Nebentätigkeiten

Neben dem Pauschalsystem gibt es auch die Möglichkeit der Beitragsberechnung auf Basis der Einkünfte laut Einkommensteuerbescheid. Dies kann auch nur für Nebentätigkeiten beantragt werden. Die Beiträge für den Flächenbetrieb werden weiterhin vom Einheitswert berechnet. Ein Antrag auf die „Kleine Option“ für das Jahr 2017 ist bis 30. April 2018 einzubringen und gilt für mindestens ein Jahr. Eine Rückkehr von der „Kleinen Option“ ins Pauschalsystem ist ebenfalls bis 30. April 2018 zu beantragen.

 

Antrag auf Beitragsgrundlagenoption

Entscheidet sich der Betriebsführer für die Beitragsgrundlagenermittlung vom Einkommensteuerbescheid, der sogenannten Beitragsgrundlagenoption, muss ein entsprechender Antrag für das Jahr 2017 bis spätestens 30. April 2018 bei der SVB einlangen. Es gilt allerdings zu bedenken, dass ein Widerruf nur in Folge wesentlicher Änderungen in der Betriebsführung möglich ist. Zu beachten ist, dass die Beitragsgrundlagenoption für den gesamten Betrieb gilt und damit auch für allfällige Nebentätigkeiten.

 

Die Meldungen können per E-Mail, Fax oder Post übermittelt werden und müssen bis spätestens 30. April 2018 bei der SVB einlangen. Das Datum des Poststempels ist hierbei nicht ausreichend. Entsprechende Formulare stehen auf der SVB-Webseite unter www.svb.at/formulare zur Verfügung oder können bei der SVB angefordert werden.

Zu den land- und forstwirtschaftlichen Nebentätigkeiten zählen z.B. persönliche Dienstleistungen für andere land(forst)wirtschaftliche Betriebe, Kommunaldienstleistungen, Vermieten und Einstellen von Reittieren, Be- und Verarbeitung eigener Naturprodukte und Urlaub am Bauernhof. Nähere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter www.svb.at/nebentaetigkeit.


Meldefrist 30. April 2018 für:

•    erzielte Bruttoeinnahmen der im Jahr 2017 ausgeübten land- und forstwirtschaftlichen Nebentätigkeiten

•    Antrag auf „Kleine Option“ ab 2017

•    Widerruf der „Kleinen Option“ ab 2017

•    Zuordnung der Einkünfte aus Nebentätigkeiten zur Beitragsgrundlage eines hauptberuflich beschäftigten Angehörigen

•    Antrag auf Beitragsgrundlagenoption

•    Widerruf der Beitragsgrundlagenoption (bei wesentlicher Betriebsveränderung)

 

Zuletzt aktualisiert am 25. April 2018