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Fit4Life - Gesunde Schule


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Was ist „Gesunde Schule“? 

Gesundheit und Wohlbefinden sind wichtige Voraussetzungen für ein erfolgreiches Lernen, Unterrichten und Arbeiten.  

Schulische Gesundheitsförderung zielt deshalb darauf ab,

  • den Lebensraum Schule, das Internat und auch den meist integrierten landwirtschaftlichen Betrieb für alle Beteiligten positiv zu gestalten und dadurch
  • gesunde und motivierende Arbeits- und Lernbedingungen zu schaffen,
  • persönliche Fähigkeiten, Können und Eigenverantwortung der SchülerInnen im Hinblick auf gesundheitsbewusstes, eigenverantwortliches Verhalten zu fördern und
  • eine gutes, gewinnbringendes Miteinander und eine gute Zusammenarbeit zwischen LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern sicherzustellen.

Die Themenfelder der Schulischen Gesundheitsförderung werden im sogenannten „Haus der Gesunden Schule“ gut zusammengefasst:

Haus_der_Gesunden_Schule.png

Im Zuge schulischer Gesundheitsförderung soll Gesundheit nachhaltig Teil der Schulkultur und des Schulleitbildes werden. Nur wenn alle Personen in der Schule - das sind Direktion, Lehrkräfte, SchülerInnen, Personal und auch die Eltern - miteinbezogen werden und die Rahmenbedingungen mitberücksichtigt werden, kann schulische Gesundheitsförderung wirksam werden.

 

Dieser Prozess zur Gesunden Schule wird von der SVB unterstützt und begleitet. Zielgruppe sind (Höhere) Landwirtschaftliche Fach- und Berufsschulen mit ihren vielfältigen Ausbildungsschwerpunkten.

 

Das Programm wird in den Bundesländern Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark und Tirol mit Mitteln aus den jeweiligen Landesgesundheitsförderungsfonds gefördert.

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Was bringt „Gesunde Schule“? 

Von schulischer Gesundheitsförderung profitieren alle in der Lebenswelt Schule beteiligten Personen: 

  • Schülerinnen und Schüler fühlen sich aktiver, können Lehrinhalte leichter verarbeiten und sind leistungsstark. Eine positive Einstellung zum Lernen, zur Schule und zur Gesundheit sowie Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit werden gefördert. Dadurch entsteht eine gute Basis für das Leben nach der Schule, für das Arbeitsleben bzw. für eine erfolgreiche, gesunde Betriebsführung.

 

  • Lehrerinnen und Lehrer profitieren von einem guten Schul- und Klassenklima, finden die optimalen Rahmenbedingungen für ein gelingendes Unterrichten und für eine hohe Arbeitszufriedenheit.

 

  • Für das Personal werden durch gute Zusammenarbeit motivierende Arbeitsbedingungen und ein gutes Arbeitsklima gefördert, was wiederum gute Arbeitsleistungen, Arbeitszufriedenheit, Freude und Einsatzbereitschaft unterstützt.

 

  • Eltern freuen sich über motivierte und gesundheitsbewusste Kinder als gute Ausgangsbasis für zukünftige BetriebsführerInnen. Das Erlernte kann außerdem in den Familienalltag gut eingebracht und übertragen werden.

 

  • Die Schule im Allgemeinen gewinnt eine Erhöhung der Erziehungs- und Bildungsqualität, eine Steigerung der Lehr- und Lernleistungen und damit eine effiziente Gestaltung der Schul- und Unterrichtsprozesse. Dadurch wird auch das Image des Schulstandortes als Arbeits- und Ausbildungsplatz enorm aufgewertet.

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    Prinzipien und Qualitätskriterien

    Folgende Grundsätze und Qualitätskriterien sind richtungsweisend, wenn die Schule zur gesunden Lebenswelt werden soll:

    • Partizipation
      Die gesamte Schulgemeinschaft – Lehrkräfte, SchülerInnen, nichtunterrichtendes Personal und auch Eltern – soll an der Planung aktiv und ideell beteiligt sein.
    • Vernetzung
      Schulen können durch Vernetzung voneinander profitieren und miteinander lernen. Auch die Zusammenarbeit mit Gemeinde, Vereinen, Sportinstitutionen usw. soll angestrebt werden
    • Ganzheitlichkeit
      Einerseits soll das gesunde Verhalten der SchülerInnen gefördert und gelehrt werden, andererseits soll dieses durch ein gesundes Lebens-, Lern- und Arbeitsumfeld erlebt und praktiziert werden können.
    • Empowerment
      SchülerInnen, Lehrkräfte und Personal sollen zu einem selbstverantwortlichen Umgang mit ihrer Gesundheit befähigt werden.
    • Nachhaltigkeit
      Nach Abschluss des Programms soll gesunde Lebensführung und gesunde Lebenswelt praktiziert werden, einfach „Alltag“ in der Schule sein.
    • Projektmanagement
      Das Gesundheitsprogramm soll integriert in den Regel-Schulalltag laufen. Für eine effiziente Durchführung ist daher eine gute Planung, Ausführung und Reflexion notwendig.
    • Soziale Inklusion
      Jeder Mensch wird in seiner Individualität akzeptiert, Bedürfnisse von SchülerInnen mit Problemen (familiär, finanziell,…) oder Handicaps werden berücksichtigt. Auch der unterschiedliche Zugang zum Thema Gesundheit von Mädchen und Burschen wird beachtet.
    • Verankerung
      Das Thema Gesundheit in seiner Ganzheitlichkeit (körperlich, seelisch, sozial) muss Teil der Schulkultur und Schulentwicklung werden und Aufnahme in das Schulleitbild finden.


Zuletzt aktualisiert am 17. August 2017